Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Nebelmaschine
Aus Kefk.
Eine Nebelmaschine stellt künstlichen Nebel her, indem sie Nebelfluid verdampft. Daher lautet der vollständige Name Verdampfer-Nebelmaschine. Je nach Maschinentyp und Fluid können die Eigenschaften des Nebels bezüglich Standzeit und Dichte verändert werden.
Inhaltsverzeichnis |
Verwendung
Man verwendet Nebelmaschinen unter anderem in Film- und Fernsehproduktionen sowie im Rahmen von Bühnenshows, um eine geheimnisvolle Atmosphäre zu erzeugen. Meist werden sie aber auf Partys und in Diskotheken eingesetzt, um die räumliche Wirkung von Scheinwerfern zu erhöhen.
Daneben dient Nebel häufig als Hilfsmittel für technische Zwecke wie die Visualisierung von Luftströmungen oder als „Messmedium“ für LDA. Bei Feuerwehren wird Nebel als weitgehend ungefährlicher Ersatz für Rauch in Übungen eingesetzt.
Funktionsweise
Aus einem Tank oder über ein Schlauchsystem wird Nebelfluid zugeführt, das durch eine Pumpe in ein Heizelement gepumpt wird. Darin wird es dann verdampft, wobei es durch den entstehenden Druck in feinste Tröpfchen zerrissen und durch eine Düse am Ende des Heizelementes ausgestoßen wird.
Da Nebelmaschinen oft an schwer zugänglichen Stellen montiert sind (z.B. an Decken oder hinter Schutzgittern), werden sie meist über Fernbedienungen oder per DMX gesteuert. Zusätzlich ist an den meisten Nebelmaschinen noch ein Schalter zum Auslösen angebracht. Eine Fernbedienung ist für fast alle Nebelmaschinen zusätzlich erhältlich, während die DMX-Ansteuerung meist nur von der Geräteoberklasse unterstützt wird.
Historie und andere Funktionsweisen
Bereits seit Jahrhunderten werden Nebel und Rauch für verschiedene Zwecke mit Wasserdampf oder pyrotechnisch hergestellt. Die Entwicklung wurde dabei durch den Bedarf an weniger gesundheitsschädlichen und besser zu steuernden Methoden vorangetrieben.
Paraffin und erhitzte Öle wurden nach dem 2. Weltkrieg bis in die Mitte der 1980er Jahre bei Film und Theater und auch in Diskotheken eingesetzt, dies ist aufgrund der Brennbarkeit des Nebels, der Niederschläge auf Oberflächen und der Schädlichkeit der Öle in der Lunge nicht mehr üblich.
Seit den 30er Jahren wird auch Trockeneis (CO2 -78,5°C) und heißes Wasser verwendet. Die Trockeneismaschinen erlebten ebenfalls ihre Blüte im Discoboom der 1970er (z.B. Altman, N.Y, LEMAITRE, GB) und wurden in den 1990ern zunehmend seltener, als Transporter von Trockeneiskühlung auf Kompressorkühlung umgebaut wurden und das preiswerte Trockeneis kaum mehr zu bekommen war.
1973 entwickelte der Hamburger Günther Schaidt („SAFEX“) das heutige Nebelfluid und Maschinen, die mit Hilfe einer Kolbenpumpe o.ä. unter hohem Druck durch ein auf ca. 300°C erhitztes Heizelement mit enger Mensur ein Gemisch aus bidestilliertem Wasser (um mineralische Rückstände zu verhindern) und hochreinen Glykolen drückten. Schaidt bekam für diese Entwicklung in Hollywood einen Technik-Oscar.
So gut wie alle zeitlich nachfolgenden Nebelmaschinen sind Kopien dieser Safex-Maschinen.
Einige Maschinen zur Erzeugung von schwächerem Dunst (Hazer) verwenden Ultraschall, vergleichbar mit einem Nebelbrunnen für zu Hause, allerdings sind diese Geräte oft wartungsintensiv (verstopfte Düsen) und werden heute kaum noch hergestellt.
Die Erzeugung von Bodennebel wurde ursprünglich meist durch Trockeneis erreicht. Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit sowie Lagerfähigkeit wird inzwischen jedoch häufig mit flüssigem Stickstoff, flüssigem CO2 (aus Druckbehältern, daher unbegrenzt Lagerfähig im Gegensatz zu Trockeneis) oder Kühlung des Nebels aus Verdampfermaschinen gearbeitet. Trockeneis-Nebel gilt jedoch immer noch als der „schönste Bodennebel“.
Siehe auch
| Wiktionary: Nebelmaschine – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Nebelmaschine, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
