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NeXT
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Bild:NeXT logo.svg Die Firma NeXT, Inc. wurde 1986 von Steve Jobs gegründet. Zuvor war er aus seiner eigenen Firma Apple Computer nach einem verlorenen Machtkampf ausgeschieden.
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Firmengeschichte
Nachdem Steve Jobs mit fünf Kollegen (Rich Page, George Crow, Bud Tribble, Dan' L Lewin und Susan Barnes) Apple 1985 verlassen hatte, gründete er zusammen mit ihnen und Randy Heffner und Gary H. Moore 1986 NeXT Computer, Inc.. An dem Betriebssystem NeXTStep wirkten auch deutsche Entwickler mit wie zum Beispiel Archibald Horlitz von der deutschen Computerkette Gravis und dem Systemhaus HSD. Steve Jobs steuerte 7 Millionen US-Dollar aus seiner eigenen Tasche zur Gründung bei. 1987 erwarb Ross Perot für 20 Millionen US-Dollar einen Anteil von 16% an NeXT. Im Oktober 1988 stellte Steve Jobs den ersten NeXT Computer in San Francisco vor. Ab September 1989 wurde dieser dann auch als NeXTcube ausgeliefert. Ebenfalls 1989 erwarb Canon einen Anteil von 16,6% an NeXT für 100 Millionen US-Dollar.
Ende 1990 etablierte sich in Deutschland eine Vertriebsorganisation aus NeXT Deutschland GmbH (München), drei NeXTcentern (d'ART Hamburg, AMG Dortmund und DCS Waldbronn bei Karlsruhe) und zahlreichen NeXTpartnern.
1993 verabschiedete sich NeXT vom Hardware-Geschäft und entwickelte die plattformunabhängige Software NeXTStep für Intel, NeXTstep für Motorola (NeXT-Hardware) und für spezielle Unix-Workstations (PA-RISC) von HP und Sun SPARC, sowie - zumindest im Labor - auch für IBM PowerPC.
Im Zuge der Umorientierung wurde der Firmenname 1995 in NeXT Software, Inc. geändert. OPENSTEP, eine Implementierung der OpenStep-Spezifikation, lieferte NeXT für Intel-Rechner (als vollständiges Betriebssystem OPENSTEP/Mach for Intel und als OpenStep/NT als Aufsatz auf Windows NT) und seine bestehende NeXT Hardware. Parallel dazu entstand mit WebObjects eine objektorientierte Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für dynamische Webseiten.
Schließlich wurde die Firma am 20. Dezember 1996 von Apple Computer für 430 Millionen US-Dollar aufgekauft, und Steve Jobs kehrte zu Apple zurück, wo er jetzt die Position des CEO innehat.
Produkte
NeXT Computer entwickelte das legendäre, Unix-artige Betriebssystem NeXTStep und baute einige Jahre eigene NeXT-Computer auf Basis der Motorola 680x0-Prozessoren. Es gab sowohl den NeXTcube, einen schwarzen Würfel, und die NeXTstation, eine flache „Pizza box“, die unter den Monitor gestellt wurde (siehe Bild). Ein weiteres Produkt von NeXT war WebObjects.
NeXT heute
Das Betriebssystem NeXTStep, genauer gesagt der Mikrokernel Mach und die API OpenStep von NeXT, bilden heute zusammen mit FreeBSD die Grundlagen für das derzeitige Apple-Betriebssystem Mac OS X.
Open Source-Projekte wie zum Beispiel die Window-Manager AfterStep und WindowMaker machen das Look&Feel der NeXT-Benutzeroberfläche auch für andere Betriebssysteme verfügbar. Eine OpenStep-kompatible API für Unix-Systeme wird mit dem Projekt GNUstep entwickelt.
Auf den Workstations von NeXT lässt sich auch NetBSD als alternatives modernes Betriebssystem einsetzen.
Dies und Das
- Das NeXT-Logo wurde von Paul Rand entworfen. NeXT hat sich das Engagement von Rand 100.000 US-Dollar kosten lassen. Die Workstations von NeXT wurden von der Designfirma Frog Design entworfen.
- Tim Berners-Lee entwickelte auf einem NeXTcube die Grundlagen des World Wide Webs. Sowohl der erste Browser, WorldWideWeb, als auch der erste Webserver liefen somit auf NeXTStep.
Weblinks
- detailed history over the NEXT story
- http://www.8bit-museum.de/docs/next1.htm
- http://www.nextarchive.net
- http://www.nextcomputers.org
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