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Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

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Streuobst-Wiesen bei Hohenleipisch zur Kirschblüte
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Der Naturpark bei Kraupa

Im Süden, wo Brandenburgs älteste Landschaft zu finden ist, erstreckt sich der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft über ein Gebiet von etwa 484 km². Geformt von der vor ca. 180.000 Jahren zu Ende gegangenen Saaleeiszeit, sind neben Grundmoränen und Endmoränenzügen auch Urstromtal und Sanderflächen heute noch landschaftsprägend. Die von der Eiszeit hinterlassenen natürlichen Seen sind inzwischen längst verlandet, so dass die heute vorhandenen Wasserflächen alle durch Menschenhand entstanden sind. Im Süden des Naturparks durchfließt die Schwarze Elster das Niederlausitzer Urstromtal. Auf sandigen Hochflächen erstrecken sich im Norden große zusammenhängende Waldgebiete.

Unter den eiszeitlichen Ablagerungen finden sich mächtige Braunkohlenschichten, die teilweise bis an die Oberfläche reichten. Durch das „Schürfen nach dem Schwarzen Gold“ wurden in den letzten hundert Jahren Kulturlandschaften von teilweise bizarrem Aussehen geschaffen. An vielen Orten entstanden wertvolle Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. In den Bereichen, wo Tagebaurestgewässer saniert wurden, findet der Besucher heute reizvolle Naherholungsgebiete, aber auch Naturparadiese aus zweiter Hand.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

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Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
Gesamtgröße: 484 km²
Wald 42,4 %
Landwirtschaftliche Fläche: 41,7 %
Siedlungsfläche: 6,2 %
Seen und Fließgewässer: 1,9 %
Bergbaufolgelandschaft: 2,9 %
Sonstiges: 4,9 %


11 Naturschutzgebiete 51,29 km²
6 Landschaftsschutzgebiete 212,65 km²
11 Flächennaturdenkmale


höchste Erhebung:
Güterbank bei Elsterwerda: 153 m


städtische Zentren im und am Naturpark:
Bad Liebenwerda, Elsterwerda, Wahrenbrück, Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde, Lauchhammer


Entfernung nach Dresden und Cottbus ca. 70 km
Entfernung nach Berlin und Leipzig ca. 100 km


Naturschutz

Naturschutzgebiete

NSG Prösa

Kern des Naturparks ist das Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa. Hier befinden sich u. a. große zusammenhängende Traubeneichenwälder. Inmitten dieses Waldkomplexes gibt es zwei große Offenflächen mit Callunaheiden und Silbergrasfluren die durch eine etwa 30-jährige militärische Nutzung des Gebietes entstanden sind. Östlich schließt sich ein Niedermoorgebiet an. Hier wurde in vergangenen Zeiten kleinflächig Ton für das heimische Töpfergewerbe abgebaut. Heute ist es der Abbau von Torf für den Kurbetrieb der Rheumaklinik in Bad Liebenwerda der durch die Rohstoffentnahme und die Entstehung weiterer offener Wasserflächen das Gebiet beeinflusst.

Tourismus

Naturparkhaus

Besucherinformationszentrum
Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Einst war es ein Wohnhaus, ab dem 19. Jahrhundert dann königliche Oberförsterei. Heute ist das Haus für alle offen und repräsentiert auf etwa 80 m2 die Schönheiten und Besonderheiten der Landschaft des Naturparks. Beim Sehen, Hören und Fühlen geht es in die virtuelle Welt von Heide, Streuobst oder Bergbaufolgelandschaft. Hier kann man ganz ungefährlich zum Gipfelstürmer werden, denn das Modell des Rothsteiner Felsens ist auch zum Besteigen gedacht. Ein Memory mit acht verschiedenen Apfelsorten lädt nicht nur zum Spielen ein, sondern gibt schon mal einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Sorten. Zum Verschnaufen kann man dann z.B. Platz auf den Plauderbänken nehmen und sich interessante Geschichten aus dem Norden oder dem Süden des Naturparks in den entsprechenden Dialekten erzählen lassen. So verläuft auch heute noch eine Sprachgrenze mitten durch den Naturpark. In dieser Mitte, einem großen Waldkomplex, dem heutigen Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“ war einst das Auerhuhn (Logo des Naturparks) heimisch. Einen Eindruck von diesem imposanten Großvogel erhält man anhand der Präparate von Hahn, Henne und Küken. Dazu gibt es die Balzrufe des Hahns und interessante Informationen zu dieser, vom Aussterben bedrohten Tierart.

Anschrift:
Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
Markt 20
04924 Bad Liebenwerda

Pomologischer Garten

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Pomologischer Garten in Döllingen

Pomologischer Schau- und Lehrgarten Döllingen

Zum Zentrum der einstigen und heutigen Streuobstregion ist der „Pomologische Schau- und Lehrgarten“ in Döllingen - ein lebendiges Obstbaumuseum geworden. “Pomologie” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie “Die Lehre von der Obstbaukunde”.

Auf einer Fläche von drei Hektar wachsen hier über 150 alte und neuere Hauptobstarten, wie Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume und auch sogenanntes Beiobst wie Nüsse und Pfirsich. Hier kann man dann die Entwicklung der Obstbäume von ihrer Wildform bis zu den neuesten Züchtungen verfolgen und ebenso verschiedene Wuchs- und Kronenformen betrachten. Nicht jede Obstbaumsorte blüht um die gleiche Zeit, so dass man einen Blühkalender der besonderen Art erleben kann. Obstäcker und Streuobstwiesen demonstrieren verschiedene traditionelle Bewirtschaftungsweisen

Besucher können hier Rat einholen und sich über Sorteneigenschaften informieren.

Dieses Projekt wurde vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und dem Naturschutzbund Deutschland - Fachgruppe Streuobst - aus der Taufe gehoben und betreut. Träger ist der Landschaftspflegeverein der Schradengemeinden e. V.

Die verschiedenen Obstbäume im Pomologischen Schau- und Lehrgarten suchen nach einem Paten.

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Naturpark_Niederlausitzer_Heidelandschaft – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Siehe auch: Tourismus in Brandenburg

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Naturpark_Niederlausitzer_Heidelandschaft, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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