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Natriumnitrit

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Strukturformel der Ionen
Na+ Bild:Nitrit.PNG
Allgemeines
Name Natriumnitrit
Andere Namen E 250
Summenformel NaNO2
CAS-Nummer 7632-00-0
Kurzbeschreibung farblose bis leicht gelbliche Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 68,99 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 2,1 g/cm³
Schmelzpunkt 280 °C
Siedepunkt 320 °C (Zersetzung)
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit gut in Wasser (820 g/L bei 20 °C)
pH-Wert pH 9 bei 100 g/L Wasser bei 20 °C
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Hazard O.svg
O
Brandfördernd
Bild:Hazard N.svg
N
Umwelt-
gefährlich
R- und S-Sätze

R: 8-25-50
S: 1/2-45-61

MAK ?
LD50 (Ratte) 85 mg/kg
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Natriumnitrit, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Natriumnitrit, NaNO2 (englisch: sodium nitrite), ist das Natriumsalz der salpetrigen Säure HNO2.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Natriumnitrit bildet farblose bis leicht gelbliche Kristalle, die sich in Wasser unter starker Abkühlung lösen, die Lösung reagiert alkalisch. Die Kristalle haben einen Schmelzpunkt von 280° C und zersetzen sich ab 320° C. Es ist brandfördernd (vor allem bei höheren Temperaturen) und reagiert heftig mit Aluminium (vor allem Pulver!), trockenen Ammoniumverbindungen (wie beispielsweise Ammoniumsulfat), Cyaniden und vielen organischen Verbindungen. Es ist ein Reduktionsmittel und wird an der Luft langsam zu Natriumnitrat NaNO3 oxidiert.

Natriumnitrit ist giftig (tödliche Dosis etwa 4 g); im allgemeinen können Nitrite mit bestimmten Aminen bei geeigneten Bedingungen zu krebserregenden Nitrosaminen reagieren. Nitrit kann mit Eisen(II)-sulfat durch Braunfärbung nachgewiesen werden.

Vorkommen und Herstellung

In der Natur kommen Nitrite als Zwischenstufen im Stickstoffkreislauf vor – sowohl bei der Nitrifikation (Stickstoffbindung) als auch bei der Denitrifikation (Stickstoff-Freisetzung).

Technisch gewinnt man Natriumnitrit durch Einwirkung von Stickoxiden auf Natriumhydroxidlösung.

Verwendung

Es ist als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 250 als Konservierungsmittel zugelassen. Im Gemisch mit Natriumchlorid verleiht dieses Nitritpökelsalz (Natriumchlorid mit 0,4 bis 0,5 % Natriumnitrit) dem Fleisch durch Bildung von Nitrosomyoglobin eine bleibende rote Farbe und verhindert das Wachstum von Bakterien.

In der chemischen und pharmazeutischen Industrie dient es zur Synthese von Diazoniumverbindungen für Azofarbstoffe sowie Nitroso- und Isonitrosoverbindungen und als Zusatzstoff in Galvanikbädern und Rostschutzmitteln.

Zulässigkeit

Seit den 80er Jahren darf der Natriumnitritgehalt 0,5% nicht überschreiten und nur gemischt mit Kochsalz in den Handel gelangen[1]. Unter bestimmten Auflagen darf Natriumnitrit als Lebensmittelzusatzstoff E 250 in der Funktion eines Konservierungsmittels eingesetzt werden.

Gesundheitliche Auswirkungen

In den 20er Jahren wurden die ersten Vergiftungen durch Pökelsalze mit Natriumnitritgehalten über 5 % berichtet[2]. In den 70er Jahren wurde entdeckt, daß die N-Nitrosamine die aus Natriumnitrit entstehen, krebserregend sind.[3] Auch die zulässigen Beimischungen gelten als geringfügig krebserregend.

Quellen

  1. Universität Bayreuth Wurst und Chemie:Pökeln
  2. Universität Bayreuth Wurst und Chemie:Pökeln
  3. Universität Bayreuth Wurst und Chemie:Pökeln
Wikipedia
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