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Natamycin
Aus Kefk.
| Bezeichnungen | |
|---|---|
| Freiname | Natamycin |
| IUPAC-Name | (8E,14E,16E,18E,20E)- (1R,3S,5R,7R,12R,22R,24S,25R,26S)- 22-(3-amino-3,6-dideoxy- 25-D-mannopyranosyloxy)- 1,3,26-trihydroxy- 12-methyl-10-oxo- 6,11,28-trioxatricyclo[22.3.1.05,7]octacosa- 8,14,16,18,20-pentaen-25-carbonsäure |
| Summenformel | C33H37NO13 |
| CAS-Nummer | 7681-93-8 |
| Strukturformel | |
| Bild:Natamycin.svg | |
| Chemisch-physikalische Daten | |
| Molmasse | 665,725 g/mol |
| Schmelzpunkt | 290 °C |
| Siedepunkt | – |
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Natamycin ist ein Antibiotikum, aus Streptomyces natalensis, einem Actinobacteria der Gattung der Streptomyceten. Es ist ein Makrolid-Polyen-Antimykotikum und findet Verwendung als Arzneimittel und in der Lebensmittelindustrie.
Inhaltsverzeichnis |
Anwendung als Arzneimittel
Pharmakologie
Natamycin ist ein Antimykotikum, das bei Pilz-Infektionen (Mykosen) zum Einsatz kommt (Handelsname Pimafucin®
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, Pima-Buciron®
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).
Wirkungsmechanismus
Es lagert sich an die Zellmembran der Pilze an und bewirkt, dass sich in der Zellmembran Poren bilden. Durch diese Poren gelangen Kalium-Ionen (K+) und andere Zellbestandteile aus der Pilzzelle. Als Folge davon stirbt die Pilzzelle ab.
Aufnahme und Verteilung im Körper (Pharmakokinetik)
Natamycin wird im Darm nicht resorbiert (aufgenommen). Deshalb wird Natamycin nur lokal angewendet.
Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen)
Gelegentlich treten Magenreizungen, Übelkeit und Durchfall auf.
Anwendungsgebiete (Indikationen)
- Hefepilzinfektionen (Candidosis) des Darmes
- Pilzinfektionen des Mundraumes (Mundsoor)
- Pilzinfektionen des Auges, der Augenlider und Tränenwege
Anwendung in der Lebensmittelindustrie
Natamycin (E 235) ist als Konservierungsmittel für die Oberflächenbehandlung von Hartkäse, Schnittkäse und halbfestem Käse zugelassen worden. Gleichfalls findet es Verwendung bei getrockneten und gepökelten Würsten. Nach dem Lebensmittelrecht gilt eine Höchstmenge von 1 mg/dm2 Oberfläche. Natamycin darf 5 mm unterhalb der Käserinde nicht mehr nachweisbar sein.
Vor Verzehr des Käses muss die Rinde entsprechend tief abgeschnitten werden. Andernfalls kann der menschliche Körper Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Natamycin entwickeln und Hefepilze können Resistenzmechanismen entwickeln.
Chemische Eigenschaften
Natamycin ist ein weißes kristallines Pulver, das sich kaum in Wasser und Alkoholen löst. Auch in höherwertigen Alkoholen oder Ölen ist es fast unlöslich. Natamycin ist lichtempfindlich und wird nicht resorbiert.
Weblinks
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- Natamycin als Lebensmittelzusatzstoff (PDF) – Stellungnahme des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vom 09.09.2003
- Natamycin auf Käserinden – Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Sicherheitsdatenblatt (PDF) – Sicherheitsdatenblatt Natamycin von Calbiochem
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