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Nantechild

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(auch: Nanthild) Sächsisches Mädchen am austrasischen Hof. Dagobert I. nahm sie im Jahre 629 zur Frau, nachdem er seine Frau Gomatrud verstoßen hatte. 634 wurde der gemeinsame Sohn Chlodwig II. geboren. Im Jahre 639 starb Dagobert I. Chlodwig II. wurde König von Neustrien-Burgund. Die Regentschaft übernahmen der Hausmeier Aega und Königin Nanthild. Der Königsschatz Dagoberts I. wurde in drei Teile geteilt: Sigibert III., Chlodwig II. und Nanthild erhielten jeweils einen Teil - Nanthilds Wichtigkeit als Regentin wurde damit betont. Als im Jahre 641 Aegas Schwiegersohn einen Mord vor Gericht beging, autorisierte Nanthild die Rache der Familie des Opfers. 642 überzeugte Nanthild die Burgunder, das Amt des Hausmeiers wieder einzuführen. Sie schien auch selbst dieses Amt mit einem ihrer Getreuen, dem Franken Flaochad, besetzt zu haben. Zur Stärkung der Bindung zwischen Flaochad und Nanthild heiratete dieser die Nichte der Regentin. Mit der Einrichtung des Hausmeieramtes in Burgund versuchte Nanthild, eine Stärkung der Zentralgewalt zu erreichen: Jedoch konnte sich nach ihrem Tod das Hausmeieramt in Burgund nicht lange halten und wurde 662 unter dem neustrischen Hausmeier Ebroin in Personalunion vereinigt.

Quellen

  • Chronicarum quae dicuntur Fredegarii scholastici liber IV. (MGH SS rer. Mer. II 1888, ND 1984).

Literatur

  • Geary, Patrick J., Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen. München 1996.

Wood, Ian, The Merovingian Kingdoms. 450-751. London 1994.


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