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Nachts schlafen die Ratten doch

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Die Kurzgeschichte Nachts schlafen die Ratten doch von Wolfgang Borchert (1921-1947) ist eines der bekanntesten Beispiele für einen Text der deutschen Trümmerliteratur.

Inhalt

In der Trümmerwüste einer im Zweiten Weltkrieg zerbombten Stadt sitzt Jürgen, ein neunjähriger Junge, und bewacht Tag und Nacht seinen verschütteten Bruder, damit dieser nicht von den Ratten gefressen wird. Ein älterer Mann verwickelt ihn in ein Gespräch und gewinnt so das Vertrauen des Jungen. Als der Alte meint, Jürgen könne sich ruhig einmal die Kaninchen von ihm anschauen, wehrt der Junge ab, er kann die Wache nicht aufgeben. Der Alte wendet sich zum Gehen und Jürgen erzählt von seinem und dem Schicksalsschlag des kleineren Bruders, auf den er auch gerade aufpasse damit die Ratten nicht von ihm fressen. Der Alte schafft es durch eine Notlüge, nämlich dass die Ratten nachts doch schliefen, dass der Junge seine Wache nach dem Sonnenuntergang aufgibt und sich ein Kaninchen aussucht.

Interpretation

Hans-Gerd Winter, in: Klassische deutsche Kurzgeschichten. Interpretationen, hrsg. von Werner Bellmann. Stuttgart, Reclam, 2004. S. 46-51.

Weblinks

Wikipedia
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