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MySQL AB
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Die schwedische Firma MySQL AB stellt Produkte und Dienstleistungen im Bereich Datenbanksysteme zur Verfügung. Sie ist insbesondere für die Datenbankmanagementsysteme MySQL und MaxDB bekannt. Beide Systeme werden wahlweise als Freie Software (unter der GPL) oder unter einer kommerziellen Lizenz angeboten. Die GPL-Versionen kommen, wie üblich, ohne jede Garantie, während die kommerziellen Versionen mit umfassenden Garantien ausgestattet sind.
Geschichte
Die SQL-Datenbank-Engine MySQL wurde 1994 von dem Finnen Michael „Monty“ Widenius als Weiterentwicklung einer selbstentwickelten ISAM-Engine zum Eigengebrauch für die schwedische Unternehmensberatung TcX AB, die er zusammen mit seinen schwedischen Kommilitonen David Axmark und Alan Larsson nach ihrem Studium an der technischen Universität Helsinki gegründet hatte, geschaffen.
Auf Drängen von David, der Ende der 1980er Jahre Richard Stallman kennengelernt hatte und von dessen Ideen und Konzepten sehr beeindruckt war, wurde MySQL von Anfang an als FOSS-Lösung entwickelt. MySQL ist mit mehr als 6 Millionen Installationen und über 35.000 Downloads pro Tag das populärste Open-Source-Datenbankverwaltungssystem der Welt.
Heute wird MySQL von der Firma MySQL AB („AB“ schwedisch für Aktiengesellschaft) weiterentwickelt, die von den drei Gründern zusätzlich Anfang 2001 gegründet wurde, um mit Hilfe von Risikokapital den Anforderungen des Marktes besser begegnen zu können. Monty und David sind anschließend von der TcX AB zur MySQL AB gewechselt.
Von Anfang an hatten die beiden die Absicht, mit diesem Projekt auch Geld zu verdienen. Das Konzept „Dual License“ wird von MySQL AB sehr offensiv vertreten und gilt als Modell für andere Open-Source-Projekte wie beispielsweise Berkeley DB. Die Entwickler von MySQL AB werden wie ganz normale Angestellte geführt. Das Produkt MySQL ist also kein Werk von Freiwilligen, sondern von professionellen Programmierern. Die Mitarbeiter sind über die ganze Welt verstreut und kommunizieren per E-Mail, IRC, Telefon und zuweilen auch persönlich auf Firmentreffen oder Konferenzen. MySQL AB ist in diesem Sinne eine virtuelle Firma, sie unterhält allerdings auch mehrere Standorte weltweit (z.B. Uppsala in Schweden, Cupertino in den USA), an denen die Mitarbeiter wie in anderen Firmen üblich beschäftigt sind.
Im Mai 2003 übernahm MySQL die Datenbankaktivitäten von SAP. Die Datenbank SAP DB wurde in MaxDB umbenannt und wird nun als zweites Produkt von MySQL AB angeboten. MaxDB ist SAP/R3-zertifiziert.
Am 7. Oktober 2005 verkündete die Firma Oracle den Kauf von Innobase Oy, der Firma, die die MySQL Storage-Engine InnoDB entwickelt. In einer Presseerklärung zur Übernahme von Innobase ließ Oracle verlauten, dass die Verträge zwischen Innobase Oy und MySQL AB im Jahr 2006 auslaufen und neu verhandelt werden müssten, was bei vielen Anwendern für Verunsicherung sorgte. Die Erwerbung wurde mit einem verstärkten Engagement im Open-Source-Bereich begründet.
Im April 2006 verkündete MySQL AB in einer Presse-Erklärung, dass Innobase Oy und MySQL sich auf eine mehrjährige Verlängerung der bestehenden Verträge geeinigt haben. In der gleichen Mitteilung gab MySQL AB ebenfalls die Entwicklung einer eigenen transaktionalen Storage-Engine mit dem Codenamen "Falcon" bekannt. Diese wird unter der Federführung von Jim Starkey entwickelt, dessen Firma Netfrastructure dafür von MySQL AB übernommen wurde. Starkey ist in der Datenbankszene u.a. durch die Entwicklung der Datenbank Interbase sowie seiner Teilnahme am Open-Source-Datenbankprojekt Firebird bekannt. Falcon basiert jedoch nicht auf der Codebasis von Firebird.
Weblink
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