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Muttermilch

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Die menschliche Muttermilch (auch Frauenmilch) wird als wichtigste Säuglingsnahrung angesehen. Sie wird etwa 24 bis 48 Stunden nach der Geburt von der weiblichen Brust vermehrt gebildet (Laktation). Auch bei den übrigen Säugetieren wird das von der Milchdrüse produzierte Sekret als Muttermilch bezeichnet und dient der Ernährung der Nachkommen während der Säugezeit bis zum Absetzen.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsstoffe

Muttermilch enthält im Vergleich zu Kuhmilch

In den ersten Tagen enthält die Muttermilch bei Säugetieren ohne eine blutdurchlässige Plazenta auch Antikörper gegen viele Erkrankungen und wird als Kolostrum oder Vormilch bezeichnet.

Inhaltsstoffe Mensch Kuh Schaf Ziege Pferd
Wasser 87,2 % 87,5 % 82,7 % 86,6 % 90,1 %
Kohlenhydrate 7,0 % 4,8 % 6,3 % 3,9 % 5,9 %
Fett 4,0 % 3,5 - 4,0 % 5,3 % 3,7 % 1,5 %
Eiweiß 1,5 % 3,5 % 4,6 % 4,2 % 2,1 %
Spurenelemente 0,3 % 0,7 % 0,9 % 0,8 % 0,4 %
kcal/100ml 70 64 - 68 86 65 43

Mit gezielter Ernährung lassen sich viele potenziell wertvolle Inhaltsstoffe (z. B. Omega-Fettsäuren, CLA, Mineralstoffe (Selen), Vitamine (Folsäure)), die Milchmenge und Milcheigenschaften (z. B. Färbung) beeinflussen.

Regulierung der Milchproduktion

Zur Anregung des Milchflusses sind Tees aus Brennnesseln, Kümmel, Anis und Fenchel hilfreich. Zur Reduzierung tragen Salbeitee oder in geringerem Maße Pfefferminztee bei. Datteln und Malzbier sind zusätzlich sehr empfehlenswert.

Erste Muttermilch

Die Zusammensetzung der Muttermilch ist in den ersten Tagen und Wochen anders als später, entsprechend den altersabhängigen Bedürfnissen des Säuglings. Auf die Verzögerung von 1 bis 2 Tagen nach der Geburt ist der Organismus eines Neugeborenen eingerichtet. Das häufige Anlegen ist in den ersten Tagen sehr wichtig, da es die Milchbildung anregt. Das Neugeborene trinkt in dieser Zeit die erste Milch, das Kolostrum, das noch wenig nach Milch aussieht, sondern einem gelblichen Schleim gleicht. Diese Milch ist besonders reich an Stoffen, die die Immunabwehr fördern und schützt das Neugeborene somit vor Krankheiten.

Empfehlungen

Frische Muttermilch ist insbesondere für die Ernährung von Frühgeborenen wichtig, da deren Organismus selbst häufig nicht genügend Antioxidantien für das Abfangen von freien Radikalen bereitstellen kann. Erhöhtes Aufkommen von freien Radikalen rührt von der bei Frühchen notwendigen intravenösen Ernährung und den Bluttransfusionen her und macht sie anfälliger für gefährliche Infektionen (Nazeeh Hanna et al., Archives of Disease in Childhood, Nr. 89, S. 518).

Wichtig ist die Muttermilch auch für die Bildung des Zahnmaterials des Säuglings. Deshalb wird Frauen schon während der Schwangerschaft empfohlen erhöhte Mengen von Calcium zu sich zu nehmen, da dieses für die Knochenbildung benötigt wird.

Lagerung

Abgepumpte Muttermilch sollte nicht länger als 48 Stunden im Kühlschrank (bei 4 °C) gelagert und nicht eingefroren werden, da sie ihren Gehalt an gesundheitsfördernden Antioxidantien mit zunehmender Lagerdauer oder beim Einfrieren verliert. Allerdings enthält Muttermilch sowohl im gefrorenen Zustand oder nach sieben Tagen im Kühlschrank immer noch mehr Antioxidantien als künstliche Babynahrung, deren ohnehin niedrigerer Gehalt an Antioxidantien von der Lagerung, gleich ob gefroren oder bei 4 °C, unbeeinflusst bleibt.

Siehe auch

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Wikibooks: Das Babybuch bei Wikibooks – Lern- und Lehrmaterialien

Weblinks

Zur Stillverträglichkeit von Arzneimitteln

Wikipedia
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