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Musicbox

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musicbox war der erste deutsche Musiksender, noch bevor Viva gegründet wurde. Gestartet wurde 1984, zuerst im Kabelpilot-Projekt und danach als bundesweiter Fernsehkanal. 1988 wurde die Station in Tele 5 umgewandelt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

musicbox sendete ein 24-Stunden-Programm mit Videoclips und Musiksendungen. Standort des Senders war die Schellingstraße 44 in München. Das Programm wurde per Kabel und Satellit verbreitet (Intelsat), in München zeitweise sogar über Antenne. Die Sendungen hatten einen hohen redaktionellen Informationsanteil, es gab zu fast jeder populären Musikrichtung eine eigene Sendung. Während tagsüber moderierte Musikmagazine dominierten, wurden nachts oft Videos nonstop oder Wiederholungen der Sendungen vom Tag gesendet.

1988 wurde aufgrund von Veränderungen in der Gesellschafterstruktur der Musiksender in ein Vollprogramm umgewandelt. Der italienische Medien-Mogul Silvio Berlusconi hatte sich in die Produktionsgesellschaft eingekauft. Der Name änderte sich von musicbox in Tele 5. Aber auch bei Tele 5 spielte die Musik in der Anfangszeit noch eine große Rolle. Einige Sendungen und Moderatoren von musicbox wurden in das Tele 5-Programm übernommen.

Die ehemalige Musikredaktion hatte sich nach der Umwandlung in Tele 5 selbständig gemacht. Es wurde die Produktionsfirma MME gegründet, die das komplette Musikvideoarchiv übernommen hat. MME produziert bis heute verschiedene Musik- und Unterhaltungssendungen für fast alle bekannten, deutschen TV-Sender. Der in den 1990er Jahren gegründete Musiksender VH-1 Deutschland wurde ebenfalls mit ehemaligen musicbox-Videos beliefert.

Ehemalige musicbox-Moderatoren

  • Werner Schulze-Erdel, später bei RTL
  • Mike Carl, später RTL2
  • Goofy Förster, später DSF, H.O.T. (jetzt HSE24), Reisesender NeckermannTV auf Tele 5
  • Fred Kogel, später Programmdirektor bei Sat1
  • Daniel Kovac, später VH-1, jetzt Musiker
  • Susanne Reimann, später VH-1, jetzt NDR
  • Christian Eckert, später RIAS TV, ab 2005 Programmchef bei Spi.Ka TV
  • Annette Hopfenmüller, jetzt Autorin beim Bayerischen Rundfunk
  • Sabine Thomas, jetzt Autorin (Krimis, Drehbücher)
  • Stefanie Tücking, später ARD („Formel Eins“), jetzt vorwiegend Hörfunk

Stars bei musicbox

Nahezu alle namhaften deutschen Musiker der 80er Jahre waren mindestens einmal zu Gast in den musicbox-Studios. Dort wurden sogar Musikvideos gedreht. Beispiel: Der Clip „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“ von Udo Lindenberg spielt direkt im Sendergebäude. Man sieht im Video die musicbox-Logos und sogar die Sende-Regie hat eine spezielle Rolle bekommen.

Weitere Infos

Es gab in den 1980er Jahren noch einen zweiten Sender, der sich ebenfalls Music Box nannte. Dabei handelte es sich auch um einen Musiksender, allerdings aus London. Die beiden Programme hatten außer dem gleichen Namen aber keine Beziehungen zueinander. Beide Music Box-Sender waren Mitte der 80er Jahre zur Einspeisung in die bundesdeutschen Kabelnetze vorgesehen. Aus dem englischen Sender Music Box wurde später der Super Channel. Man beachte die Schreibweise: musicbox (München) und Music Box (London). Heutzutage existiert wieder eine Music Box TV-Kette, die für Länder wie Slowakei (über Astra im UPC Packet verschlüsselt) Italien und Russland(beide über den Hotbird-Satelliten zu empfangen) interaktive Musiksender gestaltet.

Wikipedia
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