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Murexid
Aus Kefk.
Murexid (saures Ammoniumsalz der Purpursäure) ist ein Indikator zur Titration von Metallen.
Eigenschaften
- CAS-Nr. 3051-09-0
- EG-Nr. 221-266-6
- molare Masse: 284,19 g/mol
- Löslichkeit in Wasser (20°C) 1 g/l
- WGK 2
Murexid bildet ein rotbraunes Pulver, das unlöslich in Äther und Alkohol ist und sich in Wasser bei 20 °C wenig (1 g/l) löst. In heißem Wasser löst es sich besser. Die Farbe schlägt bei Alkalizugabe von rot nach blau um.
Murexid entsteht beim Harnsäure/Xanthinnachweis (Murexid-Reaktion): Harnsäure wird mit Salpetersäure bzw. Wasserstoffperoxid/HCl zu Alloxan und Parabansäure oxidiert und hydrolysiert zu Pseudoharnsäure, die dann zu Uramil zerfällt. Uramil und Alloxan kondensieren unter Wasserabgabe zu Purpursäure und nach Zugabe von Ammoniak entsteht Murexid als deren Ammoniumsalz (Ammoniumpurpurat).
Murexid wird im pH-Bereich von 9 bis 11 als Metallindikator bei der Titration von Nickel, Cobalt, Kupfer und Calcium mit Chelat(III)-Lösungen (Farbumschlag von rot nach blauviolett), sowie zur zerimetrischen Fluorbestimmung verwendet.
Geschichte
Dass es sich beim Murexid um das saure Ammoniumsalz der Purpursäure handelt, wurde von Friedrich Konrad Beilstein in seiner 1858 bei Friedrich Wöhler in Göttingen angefertigten Dissertation "Ueber das Murexid" beschrieben; bei Beilstein heißt es "saures purpursaures Ammoniak".
Siehe auch:
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