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Mumien-Party

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Mumien-Partys (auch Auswickel-Party, engl. Mummy-Party) waren Veranstaltungen (Partys) englischer Lords im 19. Jahrhundert, bei denen Mumien ausgewickelt wurden.

Mumien waren bereits vor dem 19. Jh. begehrtes Heilmittel namens Mumia. Daher waren ägyptische Mumien sehr teuer. Mit Napoleons Ägyptenreisen begann in Europa ein "Ägypten-Kult". So fingen Anfang des 19. Jh. auch die ersten Mumien-Partys an.

Die Lords luden einige reiche Bekannte ein und wickelten die Mumie bei Kerzenlicht aus. Sie erhofften sich oft Überraschungen, wie Schmuck oder Medaillons. Andere wollten sich nur gruseln und erzählten absurde Geschichten.

Nach den Partys behielten viele Lords die Mumien als Dekoration oder verkauften sie. Die Leinen und der Rest war wertlos und wurden daher oft weggeworfen, obwohl zur gleichen Zeit die Mumienleinen in Nordamerika zur Papierherstellung genutzt wurden.

Auch in Deutschland gab es einige Auswickel-Partys, so auch von Friedrich Karl von Hohenzollern, der Neffe des damaligen Königs. Diese Veranstaltung, die im Jagdschloss auf einem Billardtisch mit einer selbstmitgebrachten Mumie stattfand, wurde vom anwesenden Ägyptologen Heinrich Brugsch beschrieben. Die Mumie enthielt keine wertvollen Gegenstände.

Möglicherweise war die Mumie Lady Hudson eine solche Mumie.

Siehe auch: Mumienverein, Mumia

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