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Mulm
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Mulm (mnd. mul, „zerfallende Erde, Staub“; siehe Mull (Humusform)) ist ein Sediment aus organischem Material, zum größten Teil bestehend aus Bakterien, Mineralien, Pflanzenresten und Stoffwechselendprodukten.
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Mulm im Wald
Wenn totes Holz sich zersetzt, kommt irgendwann die Phase der Humifizierung. Dann spricht man nicht mehr von Holz, sondern von Mulm, der aus Holzspänen und Kot der Totholzinsekten besteht. Mulm, der sich am Boden absetzt, nennt man Waldboden, er stellt eine besonders reine Form von Mull, einer Humusform dar.
Mulmhöhlen
Eine Mulmhöhle entspricht dem Vorkommen in oder an einem lebenden Baum Sie gehören in Deutschland zu den seltensten Habitaten, besonders der xylobionten Käfer[1].
Mulm im Aquarium
Als Mulm wird die Vorstufe des Schlammes verstanden, der den Boden des Aquariums oder Teile desselben bedeckt. Dieser Mulm besteht zu einem großen Teil aus Mikroorganismen (Einzellern), Bakterien und Spurenelementen. Er ist gröber strukturiert als Schlamm und kann auch abgestorbene Pflanzenteile enthalten. Aus dem Durcharbeiten des Mulms entstehende Trübstoffe gelangen in den Filter und werden dort zu Filterschlamm. Unter Schlamm wird der ausspülbare Inhalt eines Filters verstanden, unabhängig von dessen Bauart. Ebenso wird das, was an Mulm in den Bodengrund eindringt, als Schlamm verstanden.
Mulm hat verschiedene Einflüsse auf das Aquarium:
- Mulm bietet eine ideale Siedlungsfläche für Bakterien, die Schadstoffe abbauen
- Mulm stabilisiert das Aquarienklima
- Im Mulm leben Kleinstlebewesen, die Fischen und Garnelen als Nahrung dienen
- Mulm kann faulen, wenn zu wenig Sauerstoff vorhanden ist
Einzelnachweise
- ↑ Speight 1989, Schmidl 2003
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