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Mozart auf der Reise nach Prag

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Im November 1855 erschien die, auf 1856 vordatierte Buchausgabe von Mörikes Novelle Mozart auf der Reise nach Prag, die Mörike anlässlich des 100. Geburtstages des von ihm sehr hoch verehrten Komponisten schrieb. Mozarts Oper Don Giovanni war das Schlüsselerlebnis, das Mörike zu dem literarischen Werk veranlasste. Die Oper erinnert ihn an seinen Bruder August, der wenige Tage nach dem Besuch der Oper verstarb. Seit 1852 arbeitete Mörike an seiner schon lange geplanten Mozartnovelle. In der Mitte des Jahres 1855 schloss er sie ab.

Inhalt

"Mozart auf der Reise nach Prag" ist eine Künstlernovelle, die an eine große geschichtliche Gestalt, an Mozart, anknüpft und über eine völlig frei erfundene Begebenheit berichtet. Geschildert wird ein Tag aus dem Leben Mozarts im Herbst 1787.

Der Komponist ist mit seiner Gattin Konstanze auf dem Weg von Wien nach Prag, wo die Uraufführung seiner neuen Oper "Don Juan" stattfinden soll. Als man auf dem Land, nahe dem Schloss des Grafen von Schinzberg, Rast macht, spaziert Mozart durch den Schlosspark und pflückt gedankenverloren eine Orange vom schönen Pomeranzenbäumchen des Parks, wobei er vom gräflichen Gärtner überrascht wird. Die Auseinandersetzung endet damit, dass Mozart ein Billet an drd. Dort feiert das gräfliche Paar soeben die Verlobung ihrer Nichte Eugenie. Mozart und seine Frau fügen sich harmonisch in den kultivierten Kreis ein und schließlich spielt der gefeierte Maestro der heiteren Runde aus der fast fertigen Oper vor. In Eugenie aber ruft gerade die begeistert aufgenommene Musik die Ahnung vom baldigen Tod Mozarts hervor. Am nächsten Tag reisen Mozart und Konstanze, vom Grafen mit einem Reisewagen bedacht, in Richtung Prag weiter.

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