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Motorradfahrerjargon
Aus Kefk.
Als Motorradfahrerjargon wird die unter Motorradfahrern gebrauchte Spezialsprache (Jargon) bezeichnet.
Im Laufe der Jahre hat sich ein Wortschatz gebildet, der die vielfältigen Situationen des Motorradfahrens bildhaft darstellt und die subkulturelle Abgrenzung zu anderen Verkehrsmitteln und deren Benutzern betont. Daneben entstanden auch für viele Motorräder Synonyme, die sich von bestimmten Eigenschaften oder der Bezeichnung ableiteten.
Analog der Autoszene entstanden auch im Motorradbereich vielfältige Interpretationen der Markennamen um bestimmte Eigenschaften, Zu- oder Abneigungen zu betonen.
Ein weiterer Bereich ist der sogenannte „Motorradfahrergruß“. Basierend auf dem Zusammengehörigkeitsgefühl der Motorradfahrer ist es heute noch üblich, dass sie sich im Straßenverkehr grüßen. In der Szene kursieren diverse scherzhafte Anleitungen, wie und wen man richtig grüßt.
Beispiele
- Abflug - Sturz
- Angstnippel - Sicherheitsstifte an den Fußrasten
- Angststreifen oder Angstrand- Fläche am Rand der Motorradreifen, die noch nicht mit Asphalt in Berührung kam
- Benzin reden - ausgiebig über Motorräder, Motorradfahrer und das Motorradfahren sprechen
- Bürgerkäfig oder Dose - Auto
- Eierfeile - extrem unbequemes sportliches Motorrad
- flattern - zum Teil gefährliches Wackeln des Motorrades bei schneller Fahrt
- kurvenräubern - schnelles Durchfahren von Kurven
- Joghurtbecher - Meist japanische Motorräder mit Vollverkleidung
- Reisschüssel oder Reiskocher - Motorrad aus asiatischer Produktion
- Rennleitung - Sehr häufige Umschreibung für die Polizei
Weblinks
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