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Montélimarnougat
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Montélimarnougat (auch: Weißer Nougat, nougat de Montélimar) ist eine Süßwarenspezialität, die nach der französischen Stadt Montélimar in der Nord-Provence benannt ist.
Die Geschichte des Montélimarnougat geht angeblich bis auf die Griechen zurück, die es nach Europa brachten. Die Rezeptur gelangte über Marseille in die Provence. Als nux gatum, d.h. Kuchen mit Nüssen, wird es ab 1700 erwähnt. In Montélimar selbst wird allerdings die Variante bevorzugt, dass die Bezeichnung von tu nous gâtes (du verwöhnst uns) abgeleitet sei.
Das Nougat de Montélimar besteht aus Wasser, Lavendelhonig, Eischnee, gerösteten Mandeln, Pistazien, Zucker und Glukosesirup. Nur dieser Nougat darf das Gütesiegel Appellation d'Origine Contrôlée (AOC) und den Namen Nougat de Montélimar tragen. Der Eischnee wird mit erhitztem Honig vermischt, dazu wird eine aufgekochte Zuckerlösung gegeben und mit den anderen Zutaten vermengt. In billigerem Nougat wird ein Teil der Mandeln durch Haselnüsse oder Erdnüsse ersetzt und es werden billigere Honige verwendet.
Türkischer Nougat wird unter Verwendung einfacher Zutaten wie Montélimarnougat zubereitet und häufig auf Jahrmärkten und Kirchtagen angeboten. Unter dem Markennamen "Nappo" wird eine industriell gefertigte und billige Süßware angeboten. In Italien und in der Schweiz werden vergleichbare Produkte als Torrone bezeichnet. Vor allem die Region Piemont ist dafür bekannt. In Spanien und Südamerika nennt man die in diesen Ländern ebenfalls weit verbreitete Süßigkeit "Turron".
Montélimarnougat ist nicht zu verwechseln mit dem im deutschen Sprachraum bekannten Nougat, dessen Hauptbestandteile Kakao, Zucker und Haselnüsse sind. Dieser Nougat wird im romanischen Sprachraum als Gianduja bezeichnet.
Ein ähnliches Konfekt aus der Provence sind die Calissons.
