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Monoi-Öl
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Monoi Öl oder Monoi Tiare de Tahiti ist ein in Französisch-Polynesien hergestelltes, traditionelles Schönheitsmittel. Es macht die Haut zart und geschmeidig und verleiht dem Haar einen seidigen Glanz. Die weißen, stark duftenden Blüten der Tiare (Gardenia tahitensis) werden vor der Morgendämmerung gepflückt und für einige Zeit in frischem Kokosnussöl (Cocos nucifera) mazeriert. Dabei geben sie ihre feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Eigenschaften sowie ihren unvergleichlichen Duft an das Öl ab. Als Echtheitsmerkmal für ihre natürliche Herstellung werden die Flaschen mit einer in das gelbliche Öl eingelegten Tiare-Blüte verkauft.
James Cook scheint Monoi-Öl allerdings nicht geschätzt zu haben, denn er schreibt im Logbuch seiner ersten Reise am 13. Juli 1769 über die Einwohner von Tahiti: "Das einzig Missliche an ihnen ist das Öl, mit dem sie ihre Köpfe einreiben, Monoe, wie sie es nennen; dieses ist Kokosnussöl, welchem gewisse süße Kräuter und Blumen beigemengt sind, und das Öl ist im allgemeinen sehr ranzig, was seinem Benützer keinen sonderlich angenehmen Duft verleiht" (Zitat aus James Cook, Logbücher der Reisen 1768-1779, Erdmann Verlag Tübingen).
Nur der Extrakt aus Tahiti darf „Monoi de Tahiti“ genannt werden. In der der polynesischen Sprache bezeichnet Monoi einfach nur „duftendes Öl“. Das Wort Tiare für die Gardenia tahitensis hat seinen Ursprung auf Tahiti. In der Vanuatu-Sprache wurde die Pflanze Neace-ya-vat genannt, Mbua auf Fidji und Siale in Tonga.
Der angenehm riechende, blühende Busch, der ursprünglich nur im pazifischen Mikronesien vorkam, wurde von den Polynesiern während ihrer Migration mitgeführt. Diese „Nationalpflanze“ Tahitis und seiner Nachbarinseln hat feste Zweige, einander gegenüber liegende Blätter und schneeweiße Blütenblätter. Der Busch blüht das ganze Jahr über, wenn auch in Monaten April und September mit besonders vielen Blüten.
Pflanzen der Familie der Rubiaceae werden als sehr süßlich im Geruch wahrgenommen, insbesondere weiße Exemplare, wie die Gardenia tahitensis. Der Geruch der Tiare erinnert an Gardenien und Polianthes tuberosa (mexikanisches Krautgewächs), und enthält ebenso eine Komponente Apfelblüte.
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