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Modifikation (Biologie)
Aus Kefk.
Eine Modifikation ist eine durch Umweltfaktoren hervorgerufene Veränderung des Erscheinungsbildes (des Phänotyps). Dabei werden die Gene nicht beeinflusst, was bedeutet, dass eine Modifikation nicht vererbbar ist.
Modifikationen treten häufig bei domestizierten Tieren auf: Abnahme des Hirngewichts um 20 bis 30 Prozent, Verminderung der Furchung des Großhirns vor allem in den Projektionsfeldern der Sinnesorgane, Veränderung des Hormonstatus und des Verhaltens. Diese Veränderungen sind bereits bei Wildfängen nach einiger Zeit des Aufenthalts in Zoos zu beobachten.
Die Vererbung besteht darin, dass die Erbanlagen unverändert von den Eltern an die Nachkommen weiter gegeben werden. Deshalb müssten sich eigentlich die Lebewesen gleichen Erbgutes in allen Merkmalen gleichen. Dies ist jedoch nicht der Fall
An einem Beispiel unserer Kulturpflanzen kann man die Gründe dafür erkennen. Der Ertrag dieser Pflanzen hängt nicht nur von der Qualität des Saatgutes ab, sondern auch von der Bodenbeschaffenheit, dem Nährstoffgehalt der Erde, Besamung, Niederschlag und Temperatur sowie die Behinderung durch andere Pflanzen spielen auch eine große Rolle.
Es gibt hierfür ein sehr gutes Beispiel anhand einer jungen Löwenzahnpflanze. Diese wurde im Längsschnitt halbiert. Eine Hälfte hat man im Tiefland und die andere im Hochland angepflanzt. Man hat dabei beobachten können, wie sich die beiden erbgleichen Pflanzen verschieden entwickelten. Obwohl der Genotyp derselbe ist, hat sich der Phänotyp durch äußere Umwelteinflüsse verändert.
Talform: lange(r) Stängel + kleine Blätter
Bergform: kurze(r) Stängel + große Blätter
Das "Gegenteil" einer Modifikation ist die Mutation.
Siehe auch: Variabilität
Quelle: Linder Biologie Teil 3
