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Mizar

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Bild:Disambig-dark.svg Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Mizar (Begriffsklärung).

Mizar (arab. ميزر Mantel bzw. Gürtel) ist der Eigenname des Sterns Zeta Ursae Maioris (ζ Uma) im Sternbild Großer Bär. Mizar ist der mittlere Deichselstern der Konstellation Großer Wagen und 78 Lichtjahre von uns entfernt. Seit längerem ist bekannt, dass er in Wirklichkeit ein System aus 4 Sternen darstellt und mit 5 Nachbarsonnen eine lose Assoziation bildet.

Besonders bekannt ist der Stern 2. Größe, weil er einen bereits freiäugig sichtbaren Begleiter hat: Alkor, genannt das Reiterlein, welcher bei dunklem Himmel mit normalsichtigem Auge gut erkannt werden kann (Augenprüfer, Winkelabstand 11'50", räumlich 0,3 Lichtjahre).

Mizar selbst ist ein visueller Doppelstern, der mit Teleskopen ab 5 Zentimeter Objektivöffnung trennbar ist. Seine Komponenten sind +2,3 mag und +4,0 mag hell, haben beide Spektraltyp A2 und stehen in einem Winkelabstand von 14,4 Bogensekunden im Positionswinkel von 153 Grad.

In der Literatur wird häufig erwähnt, Giovanni Riccioli sei der erste gewesen, der um 1650 die Doppelsternnatur von Mizar erkannt hat; Grundlage hierzu ist eine kurze Notiz in seinem Almagestum Novum von 1651: "... scheint nur ein Stern in der Mitte der Deichsel des Großen Bären zu sein, wobei es tatsächlich zwei sind, wie das Teleskop offenbart."[1]. Neuere Forschungen belegen aber, dass bereits Benedetto Castelli und Galileo Galilei 1616/17 Mizar in zwei Einzelsterne aufgelöst haben[2]. Jedoch konnten weder Riccioli noch Castelli/Galilei tatsächlich belegen, dass es sich bei Mizar um einen Doppelstern handelt und nicht nur um zwei eng beieinander stehende Sterne, da die gegenseitige Bewegung mit einer Umlaufperiode von geschätzten 2000 Jahren zu klein ist. 1889 entdeckte Edward Charles Pickering, dass die Komponenten A und B selbst wiederum spektroskopische Doppelsterne sind, so dass Mizar sogar ein Vierfachsystem darstellt. Erst in jüngerer Zeit ist es gelungen, die Teilsysteme A und B per Interferometrie direkt als getrennte Lichtquellen sichtbar zu machen.

Koordinaten (Äquinoktium 2000.0)

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. Riccioli On Mizar
  2. A New View Of Mizar
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