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Mikrozirkulation

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Mit dem Begriff Mikrozirkulation bezeichnet man in der Medizin die Durchblutung und den Stoffaustausch in den kleinsten Blutgefäßen mit einer Größe kleiner als 100 µm (z. B. Kapillaren, Arteriolen, Venolen).

Im Kapillargebiet, der sogenannten Endstrombahn, fließt das Blut mit einer Geschwindigkeit von nur 1 cm in 20 s. Dies ist erforderlich, um den in der Endstrombahn vorgesehenen Austausch der Nähr- und Abfallstoffe (Stoffwechselendprodukte) möglich zu machen. Um dieses langsame Fließen des Blutes zu ermöglichen und konstant zu halten, können sich vor allem die arteriellen Blutgefäße maximal weit- oder engstellen.

Die Sauerstoffversorgung des Gewebes hängt von den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ab. Diese Blutzellen sind wesentlich größer als der Durchmesser der meisten Kapillaren. Die Erythrozyten müssen sich daher extrem verformen können, um hintereinander die Kapillargefäße zu passieren (Fahraeus-Lindqvist-Effekt). Die Verformbarkeit der Erythrozyten, ihre Sauerstoffbeladung, die Viskosität des Blutes, sowie der Blutdruck sind wesentliche Merkmale für eine ausreichende Ver- und Entsorgung des Gewebes.

Funktionsstörungen

Ödeme behindern die Mikrozirkulation sehr stark. Ziel der Behandlung einer Mikrozirkulationsstörung ist immer auch die nachhaltige Reduzierung eines Ödems, etwa durch Kompressionstherapie. Körperliche Bewegung ist dabei sehr hilfreich.

Eine mangelnde Versorgung des Gewebes kann im schlimmsten Fall zum Absterben des Gewebes (Nekrose) führen.

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