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Mikroemulsion

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Eine Mikroemulsion ist eine klare bis opaleszente homogene Flüssigkeit aus zwei normalerweise nicht miteinander mischbaren Flüssigkeiten und einem Tensid. Häufig wird eine Kombination aus Tensid und Cotensid verwendet, wobei definitionsgemäß das Tensid mit den lipophileren Eigenschaften als das Cotensid bezeichnet wird.

Mikroemulsionen sind im Gegensatz zu Emulsionen thermodynamisch stabile Systeme und werden daher auch als kritische Lösungen angesehen. Sie haben den Vorteil, dass sie sich spontan bilden und es keines Energieaufwandes bedarf, wie es bei der Herstellung von Emulsionen zu Zerteilung der inneren Phase notwendig ist.
Außerdem bleibt die Mikroemulsion auch bei längerer Lagerung stabil, während normale Emulsionen zum Brechen neigen, d.h. zum Zusammenfließen der einzelnen Bestandteile der Phasen.

Bereits in den 1920er-Jahren wurden solche Mikroemulsionen bei der Autopflege zum Aufbringen einer Wachsschicht genutzt. Die pharmazeutische Anwendung ist ebenfalls recht interessant, da sich mit Mikroemulsionen bei einigen Wirkstoffen erhöhte Wirkstoffspiegel erzielen lassen.

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