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Midazolam

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Steckbrief
Name (INN) Midazolam
Wirkungsgruppe Hypnotikum

Benzodiazepin Sedativum

Handelsnamen Dormicum®
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, midazolam-ratiopharm®

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Klassifikation
ATC-Code N05CD08
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CAS-Nummer 59467-70-8
Rezeptpflicht: Ja

Ähnliche Arzneistoffe suchen

Fachinformation (Midazolam)
Chemische Eigenschaften
Bild:Midazolam.png
IUPAC-Name: 8-Chlor-6-(2-fluorphenyl)-1-methyl-
4H-imidazo[1,5-a][1,4]benzodiazepin
Summenformel C18H13ClFN3
Molmasse 325,77 g/mol
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</div> Midazolam (Handelsname u.a. Dormicum®

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) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Benzodiazepine, der in der Kurzzeittherapie von Schlafstörungen von klinisch signifikantem Schweregrad und in der Sedation bei der Prämedikation vor operativen oder diagnostischen Eingriffen eingesetzt wird.

Inhaltsverzeichnis

Klinische Angaben

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Midazolam ist verschreibungspflichtig und liegt in Darreichungsformen zur parenteralen und oralen Verabreichung vor. Die Anwendung von Midazolam erfolgt bei kleineren diagnostischen oder chirurgischen Eingriffen als Sedativum. Es reduziert die Angst und Verspannung des Patienten (siehe Wirkprofil) vor solchen Eingriffen. Es eignet sich auch, intravenös gegeben, zur Durchbrechung von epileptischen Anfällen.

Weiter wird Midazolam in der Anästhesie und im Rettungsdienst als Hypnotikum zur Narkoseeinleitung, meistens kombiniert mit Ketamin oder Etomidat, eingesetzt. In der Intensivmedizin wird es als Dauerinfusion über eine Spritzenpumpe zur Analgosedierung benutzt.


Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen)

Wirkungsprofil und Nebenwirkungen entsprechen denen der Benzodiazepine. Im Allgemeinen wird Midazolam gut vertragen. Probleme ergeben sich aus seiner hemmenden Wirkung auf das Atemzentrum, die zur Aufhebung des Atemantriebs und mithin zu Apnoe führen kann. Insbesondere bei älteren Personen und bei Menschen mit vorbestehenden Lungenerkrankungen ist daher die Dosis zu reduzieren oder es muss ganz auf das Medikament verzichtet werden. Bei längerem Gebrauch und abruptem Absetzen können Unruhezustände und Entzugserscheinungen auftreten. Bei langdauernder Anwendung kommt es zum so genannten Ceiling-Effekt. Es kann auch eine anterograde Amnesie auftreten. In ein von zehn Fällen kann eine Thrombophlebitis auftreten.

Pharmakologische Eigenschaften

Wirkungsmechanismus (Pharmakodynamik)

Midazolam verstärkt wie alle Benzodiazepine im zentralen Nervensystem die Wirkung des körpereigenen Überträgerstoffes Gamma-Aminobuttersäure (GABA). GABA wirkt im ZNS meist hemmend auf die Nervenzellen. Die Halbwertszeit beträgt 1,5 - 2,5 Stunden.

Toxikologie

Die Wirkung von Midazolam lässt sich schnell durch die Gabe des Antidots (Gegenmittels) Flumazenil (Anexate®) aufheben.

Chemische Informationen

Midazolam ist ein Derivat aus der Reihe der Imidazobenzodiazepine mit dem chemischen Namen 8-Chloro-6-(2-fluorophenyl)-1-methyl-4H-imidazol(1,5-α)(1,4)benzodiazepin. Die chemische Summenformel lautet C18H13ClFN3 und das Molekulargewicht beträgt 325,77 . Neben der freien Base werden zwei Salze vermarktet, das Midazolammaleat und das Midazolamhydrochlorid. Diese beiden Salze unterscheiden sich nicht in der biologischen Aktivität.


Weblinks

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