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Methanthiol

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Strukturformel
\mathrm{H_3C{-}SH \ }
Allgemeines
Name Methanthiol
Andere Namen Methylmercaptan, Methylsulfhydrat, Thiomethanol, Methylhydrosulfid, Methanthioalkohol
Summenformel CH4S
CAS-Nummer 74-93-1 [1]
Kurzbeschreibung farbloses Gas mit faulig-stechendem Geruch [1]
Eigenschaften
Molmasse 48,11 g·mol−1
Aggregatzustand gasförmig
Dichte 2,1 kg·cm−3
Schmelzpunkt −123 °C [1]
Siedepunkt 5,96 °C [1]
Dampfdruck 170 kPa [1] (20 °C [1])
Löslichkeit

mäßig löslich in Wasser: 23,3 g·l−1 (20 °C) [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbole
Bild:Hazard F.svg
F+
Hochent-
zündlich
Bild:Hazard N.svg
N
Umwelt-
gefährlich
 [1]
R- und S-Sätze R: 12-23-50/53 [1]
S: (2)-16-25-60-61 [1]
weitere Sicherheitshinweise
MAK 0,5 ml·m−3, 1 mg·m−3 [1]
Umwelteigenschaften
WGK 3 – stark wassergefährdend [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Methanthiol ist ein farbloses, unangenehm nach verfaultem Gemüse riechendes Gas. Es kommt natürlich in Nüssen und Käse, aber auch im Blut, Gehirn und anderen Organen des Menschen und von Tieren vor. Es ist einer der Hauptverantwortlichen für Mundgeruch.

Chemisch gehört Methanthiol zur Gruppe der Thiole und ist eine schwache Säure. Es ist ein Hauptzerfallsprodukt von Dimethylsulfoniopropionat (DMSP), das in Bakterien im Meerwasser vorkommt. Deshalb ist es im oberflächennahem Wasser nachweisbar. Methanthiol kann von Bakterien zu Dimethylsulfid umgesetzt werden.

Verwendung

Methanthiol wird aufgrund seines unangenehmen und anhaltenden Geruchs als Warnstoff Erd- oder Propangas zugesetzt, um auf Lecks aufmerksam zu machen.

Quellen

  1. . a b c d e f g h i j k l BGIA GESTIS Stoffdatenbank: http://www.hvbg.de/d/bia/gestis/stoffdb/index.html. 11. Feb. 2007

Siehe auch

Wikipedia
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