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Metamorphose (Botanik)

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Eine Metamorphose (grie. meta = um, morphose = Gestaltung) ist die evolutionäre Anpassung einer Pflanze an ihre jeweilige Umweltbedingungen, um ihr Überleben unter den unterschiedlichsten Lebensbedingungen zu gewährleisten.

Dies gelang ihnen im Verlauf ihrer Entwicklung, indem sie ihre Grundorgane entsprechend der notwendigen neuen oder zusätzlichen Aufgaben umwandelten. Erst die Übernahme neuer oder zusätzlicher Funktionen durch die Grundorgane ermöglichte es den Pflanzen, die unterschiedlichsten Lebensräume der Erde zu besiedeln. Die dadurch bedingten morphologischen Veränderungen führten zu der heutigen Formvielfalt der Pflanzenwelt.

Die Umwandlung der drei Grundorgane Wurzel, Sprossachse und Blatt zur Anpassung an besondere Lebens- und Umweltbedingungen bezeichnet man in der Botanik als Metamorphose. Dabei kann man zwischen Wurzel-, Blatt- und Sprossmetamorphosen unterscheiden.

Als Blattmetamorphose wird auch die regelmäßige Gestaltveränderung der Blätter entlang des Sprosses bei krautigen Blütenpflanzen bezeichnet. Diese wurde von Goethe intensiv studiert und in seinem Werk "Die Metamorphose der Pflanze" dargestellt. Nach Goethe ist damit auch die Blüte eine Metamorphose des Blattprinzips. Vergleiche auch: Urpflanze.

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