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Mesquiten

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit der Pflanzengattung der Mesquite-Bäume und Mesquite-Sträucher (Prosopis). Für andere Bedeutungen des Namens siehe Mesquite
Mesquite-Bäume und Mesquite-Sträucher
Bild:Mesquite1.jpg
Honig-Mesquite (Prosopis glandulosa)
Systematik

Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Mimosengewächse (Mimosoideae)
Tribus: Mimoseae
Gattung: Mesquite-Bäume und Mesquite-Sträucher
Wissenschaftlicher Name
Prosopis
L.

Die Mesquite-Bäume und Mesquite-Sträucher (Prosopis), von nahuatl: mizquitl, stellen eine Gattung in der Unterfamilie der Mimosengewächse (Mimosoideae) innerhalb der Pflanzen-Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) dar. Es handelt sich dabei um sehr gut an trockene Standorte angepasste Pflanzen (Xerophyten). Sie sind typische Bewohner der Trocken- und Wüstengebiete im südwestlichen Nordamerika bis Mexiko. Mesquite werden im Deutschen auch als Süßhülsenbaum bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Pflanzenbeschreibung

Die immergrünen Mesquite-Sträucher und -Bäume erreichen normalerweise Wuchshöhen von 6 bis 9 Metern. Die schmalen und spitz zulaufende Laubblätter sind 5 bis 7,5 Zentimeter lang.

Junge Mesquitesträucher besitzen etwa 7,5 Zentimeter lange Dornen, die hart genug sind, um Schuhsohlen oder Autoreifen zu durchstechen.

Bild:Prosopis cineraria Bra25.png
Khejribaum (P. cineraria ), Zeichnung.

Ökologie

Diese Gehölze sind extrem gut angepasst an die trockenen Klimaverhältnisse ihres Lebensraumens. In ihrer Heimat werden sie von vielen Farmern als „Unkraut“ betrachtet, da sie mit den Gräsern der Steppe um die Feuchtigkeit konkurrieren. Eine Vernichtung der Sträucher ist allerdings schwierig, da sie sich vegetativ aus Wurzelresten im Boden vermehren können sowie resistent gegen verschiedene Herbizide sind. Die Pflanzen wachsen extrem schnell und können auch dort gedeihen, wo andere Pflanzen keine Lebensgrundlage haben.

In Kenia wurde der prosopis juniflora mit Unterstützung der UNO in einem großangelegten Ökologieprojekt angesiedelt, um die Ausbreitung der Wüstenflächen zu stoppen. Durch seine große Genügsamkeit und vegetative schnelle Ausbreitung besiedelt das Gehölz auch unfruchtbare Flächen rasch. Inzwischen hat sich das Unkraut zur Plage entwickelt. Einzelne Behausungen wurden schon überwuchert. Die Dornen rufen Verletzungen und Entzündungen bei den Bewohnern hervor, die Ziegen, die die süßen Schoten begierig fressen, verenden, da die harten Samen der Pflanze sich in den Zahntaschen festsetzen. Die Tiere verlieren ihre Zähne. Inzwischen wird die Ausrottung des Gewächses gefordert und Klagen gegen die Regierung wurden erhoben.[1]

Nutzung

Das Holz ist sehr hart und kann zum Möbelbau oder als Feuerholz genutzt werden. Beliebt ist es als Feuergrundlage beim Barbecue, wo es dem Fleisch eine besondere Note verleihen soll. Die Bohnen des Mesquite können getrocknet und zu Mehl verarbeitet werden, welches als Grundlage für Gelees dient, außerdem liefern die gegorenen Bohnen die Grundlage für Mesquitewein.

Arten (Auswahl)

Es gibt etwa 45 Prosopis-Arten:

  • P. alba, wächst im Gran Chaco und wird dort „Algarrobo Blanco“ genannt.
  • Khejribaum (P. cineraria ), wächst in der Wüste Thar in Indien.
  • (P. chilensis), wächst in Chile und wird dort „Algarrobo Chileno“ genannt.
  • P. flexulosa, wird in Südamerika und wird dort „Algarrobo Amarillo“ genannt.
  • Honig-Mesquite (P. glandulosa)
  • P. juliflora, wird in Südamerika „Bayahonda“ und auch: „Algarrobo Colorado“ genannt.
  • P. hassleri, wird in Südamerika „Algarrobo del Chaco“ oder „Algarrobo Paraguayo“ genannt.
  • P. nigra, wird in Südamerika „Algarrobo Negro“ genannt.
  • P. pallida (Syn.: P. limensis), wird span.: „Algarrobo“, „Huarango“ in Peru, engl.: „Mesquite“, „Kiawe“ in Hawaii genannt.
  • Schraubenbohnen-Mesquite (P. pubescens), wächst in der südwestliche USA.
  • Kriechender Mesquite (P. strombulifera)
  • Tamarugo (P. tamarugo)
  • Samt-Mesquite (P. velutina)

Bilder

Quellenangaben

  1. Der Spiegel. Hamburg 2006,33 (14.8.), S.125 ISSN 0038-7452

Weblinks

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