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Melchior Berri

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Melchior Berri (* 20. Oktober 1801 in Basel; † 12. Mai 1854 ebenda) war ein bekannter Schweizer Architekt aus Basel.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Berri wuchs als Pfarrerssohn in Basel und Münchenstein auf. Zwischen 1817 und 1823 ließ er sich unter anderem beim berühmten Architekten Friedrich Weinbrenner in Karlsruhe ausbilden. Danach arbeitete er beim Architekten Jaen-Nicolas Huyot in Paris und studierte an der Akademie. 1826 reiste er nach Italien, wo ihn die Bauten und die Wandmalerein in Pompeji, aber auch die Renaissance-Paläste in Rom interessierten. Auf diesem Wege hatte er sich handwerkliche Fertigkeit als Steinmetz, Gipser und Maurer angeeignet, sich in Landschaftes- und Figurenzeichnen geübt und bautechnische Fächer studiert. 1828 eröffnete Melchior Berri in Basel ein Baugeschäft und eine Bau- und Zeichenschule. Seine überregionale Bedeutung verdankte Berri zuerst dem Basler Museumsbau, dem einzigen erhaltenen Monumentalbau, aber auch seinen Entwürfen für ein Zürcher und ein Berner Rathaus, sowie den Quartierplänen für Luzern und Basel. Berri war auch Mitglied des Basler Grossen Rates, der Baukommission und wurde 1841 Präsident des Vereins Schweizerischer Ingenieure und Architekten (SIA). Er erwarb als Architekt der neoklassizistischen Stilrichtung über die Schweiz hinausreichenden Ruhm und wurde als Dr. h.c. Ehrenmitglied zweier britischer Architekturverbände.

Die Spannungen zwischen den Anforderungen an den Bauunternehmer und an den Künstler, aber vielleicht auch die Enge der kleinstädtischen Verhältnisse ließen Berri schwermütig werden und er nahm sich 1854 das Leben.

Hinterlassenschaft

Bauwerke

  • Landhaus Ehinger, Münchenstein - 1829
  • Altes Gemeindehaus in Riehen - 1834/35
  • Museum für Natur- und Völkerkunde, Basel - 1842-49
  • Ehem. Sarasinsche Bandfabrik (Jugendherberge), Basel - 1850/51
  • Mehrere Gebäude im Botanischen Garten Brügglingen, darunter die Orangerie, Scheune und Pächterhaus - 1837-39
Bild:Stamp-Basler Taube.jpg
Briefmarke Baslerdybli

Verschiedenes

  • Grabmäler
  • Erste mehrfarben Briefmarke, Basler Dybli - 1845
  • Briefkästen (Basler Dybli)
  • Brunnen (u.a. Dreizackbrunnen, Basel - 1837)

Abgebrochen

  • Stadtkasino, Basel - 1821-1824; abgebrochen 1949
  • Blömleintheater, Basel - 1829; 1969 abgebrochen
  • Eisenbahntor in der Basler Stadtmauer - 1844; abgebrochen 1880

Weblinks

Wikipedia
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