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Mein Name sei Gantenbein

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Mein Name sei Gantenbein ist ein Roman des schweizerischen Schriftstellers Max Frisch, der 1964 veröffentlicht wurde.

Inhalt

Der Erzähler, dessen Identität dem Leser verborgen bleibt, wurde von einer geliebten Frau verlassen. Daraufhin erfindet er verschiedene Geschichten, die Möglichkeiten aufzeigen sollen, wie das Scheitern der Beziehung hätte verhindert werden können. Indem der Erzähler seine eigene Erfahrung als ein erfundenes Beispiel darstellt, kann er als Betrachter von außen sein Erlebnis möglichst objektiv ausdrücken und die Verfälschung durch seine persönlichen subjektiven Ansichten minimieren. Der Erzähler selbst beschreibt diese Situation so: Ein Mann hat eine Erfahrung gemacht, jetzt sucht er die Geschichte seiner Erfahrung.

In seinen Geschichten lässt der Erzähler verschiedene erfundene Charaktere auftreten, die in bestimmten Beziehungen zueinander stehen. Eine dieser Figuren ist Theo Gantenbein, weitere Hauptfiguren sind Enderlin, Svoboda und Lila. Die ersten drei Figuren sind männlich und repräsentieren bestimmte Eigenschaften des Erzählers, während Lila eine schillernde Frau darstellt. Die männlichen Charaktere werden in ihren Geschichten mit Lila kombiniert und es entstehen drei Beziehungen, die sich durch bestimmte Eigenarten voneinander unterscheiden.

Wie der Titel Mein Name sei Gantenbein andeutet, schlüpft der Erzähler dabei in die Rollen der männlichen Figuren und wechselt die Geschichten, indem er sie anprobiert wie Kleider. Daher werden die Geschichten nicht nacheinander, sondern in einer assoziativen Montagetechnik in 91 Abschnitten erzählt.

Verfilmung

Eine Verfilmung des Romans „Mein Name sei Gantenbein“ plante die Atlas-Film, Besetzung waren Ernst Schröder, Richard Münch, Agnes Fink, als Regisseur war Erwin Leiser verpflichtet. Eine Woche nach Beginn der Dreharbeiten erkrankte Leiser schwer und konnte nicht mehr weiterdrehen. Ein Nachfolger wurde in Bernhard Wicki gefunden, doch auch der erkrankte nach einer Woche schwer und konnte nicht mehr weiterdrehen. Das Projekt wurde nicht fertiggestellt, es existiert lediglich eine etwa fünfminütige Szene des Films im Filmarchiv Düsseldorf.

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