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Meidling
Aus Kefk.
| XII. Wiener Gemeindebezirk | |
|---|---|
| Wappen | Karte |
| Bild:Wien Wappen Meidling.png | Bild:Kartewien12.png |
| Name: | Meidling |
| Fläche: | 8,21 km² |
| Einwohner gesamt: | 84.167 (31.12.2005)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 10.251 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | A-1120 |
| Adresse des Bezirksamtes: | Schönbrunner Straße 259 A-1120 Wien |
| Offizielle Website: | www.wien.gv.at/bezirke/meidling/ |
| Politik | |
| Bezirksvorsteher: | Gabriele Votava (SPÖ) |
| Bezirksvertretung </br> (54 Bezirksräte) | SPÖ 29, FPÖ 9, ÖVP 8, </br> Grüne 7, Pro Hetzendorf 1 |
Meidling ist der 12. Wiener Gemeindebezirk.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Der 12. Bezirk liegt im Südwesten von Wien südlich des Wienflusses. Er besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: einem dicht verbauten Teil, der näher zur Innenstadt liegt (Meidling und Gaudenzdorf), und einem lockerer verbauten Gebiet im Liesingtal (Altmannsdorf und Hetzendorf). Dazwischen findet man die Ausläufer des Wienerberges.
Geschichte
Unter dem Namen Murlingen ist der Ort Meidling schon seit dem Jahr 1104 nachweisbar. Ursprünglich gehörte der Grund zum Großteil dem Stift Klosterneuburg. Im Mittelalter wurde in Meidling hauptsächlich Weinbau betrieben. 1755 wurde eine schwefelhaltige Quelle entdeckt, worauf die Gegend zu einem beliebten Ausflugsziel für die Wiener wurde. Am Ende des 18. Jahrhunderts siedelte sich im mehr Industrie an und änderte den Charakter des Ortes völlig. Dies führte 1806 zur Teilung der inzwischen schon recht groß gewordenen Gemeinde in Obermeidling und Untermeidling. In Untermeidling entwickelte sich auf altem Ziegeleigelände eine eigene Siedlung, die 1846 unter dem Namen Wilhelmsdorf abgetrennt wurde. 1819 entstand entlang des heutigen Gürtels der Vorort Gaudenzdorf, in dem sich wegen der Lage an der Wien zahlreiche Färber, Gerber und Wäscher ansiedelten.
Der Ort Altmannsdorf wurde 1314 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und hatte lange Zeit ländlichen Charakter. 1190 kam es zur Erstnennung von Hetzendorf, nach dem Henricus von Hetzendorf es als landesfürstlichen Lehen erhielt. Später kam es in den Besitz des Stiftes Klosterneuburgs und des Deutschen Ritterordens. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einer Villensiedlung.
Mit 1. Januar 1892 wurden alle diese Gemeinden zum 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling vereinigt. In der Folge wurde aus ihm ein typischer Arbeiterbezirk. Im Bereich des Gürtels entstehen in den 1920er Jahren viele Gemeindebauten. Die Gebiete von Hetzendorf und Altmannsdorf blieben zwar ländlich geprägt, doch entstanden auch dort nach dem Zweiten Weltkrieg ausgedehnte Wohnhausanlagen.
Bevölkerung
Die Einwohnerzahl von Meidling beträgt derzeit 83.050 Personen und ist seit der letzten Volkszählung 2001 gestiegen. 15.952 Personen in Meidling besitzen keine österreichische Staatsbürgerschaft, dies ist ein prozentueller Anteil von 19,2 %.
Politik
Bezirksvorstehung
| Bezirksvorsteher/innen seit 1945 | |
|---|---|
| Elias Terlecki (KPÖ) | 1945–1946 |
| August Fürst (SPÖ) | 1946–1959 |
| Wilhelm Hradil (SPÖ) | 1959–1976 |
| Kurt Neiger (SPÖ) | 1976–1991 |
| Franz Rupaner (SPÖ) | 1991–1995 |
| Herbert Hezucky (SPÖ) | 1995–2003 |
| Gabriele Votava (SPÖ) | 2003– |
Wappen
Das Bezirkswappen von Meidling setzt sich aus fünf Teilen zusammen. Das Herzschild im Zentrum steht für den Bezirksteil Untermeidling. Er zeigt eine aus den Wellen wachsende Nymphe mit silbernen, blau verzierten Kannen. Sie weist damit auf die Bedeutung des Wienflusses und die Heilquellen des Gebietes hin. Darunter befindet sich ein quaderförmiger, römischer Altarstein, der 1853 gefunden wurde. Der linke obere Wappenteil zeigt den Heiligen Johannes Nepomuk, der als Patron der Pfarrkirche den Bezirksteil Gaudenzdorf repräsentiert. Er steht vor silbernen Brücke auf blauem Fuß. Da Johannes Nepomuk der Schutzpatron gegen Überschwemmungen ist, deutet er auf die Bedrohung des Gebiets vor der Wienflussregulierung hin. Der rechte obere Wappenteil steht für den Bezirksteil Hetzendorf und zeigt das Kreuz des Deutschen Ritterordens. Dieser hatte die Grundherrschaft des Gebietes an 1456 inne. Der linke untere Wappenteil steht für den Bezirksteil Obermeidling. Er zeigt im oberen Teil ein goldenes Mühlrad als Symbol für die früher hier situierten Mühlenbetriebe. Darunter steht ein grüner Berg mit den Symbolen eines Halbmondes und einem goldenen sechszackiger Stern für die einstige Bedeutung des Weinbaus. Der rechte untere Wappenteil steht schließlich für den Bezirksteil Altmannsdorf. Es zeigt einen schwarzen Rabe mit einem goldenen Ring im Schnabel. Er steht für die Brautwerbung König Oswalds von England, den Patron der Altmannsdorfer Pfarrkirche. Das Altmannsdorfer Wappen findet man auch am Haus Khleslplatz 2, diesem Wappen hat die Witterung schon arg zugesetzt.
Bildung
Im Schloss Hetzendorf befindet sich die Modeschule der Stadt Wien. Es gibt zwei allgemein bildende höhere Schulen: das GRG 12 Rosasgasse, welches seit 1883 besteht und an dem der spätere Bundeskanzler Ignaz Seipel 1895 und der Burgtheater-Direktor Schreyvogel maturierten und das eine der europaweit größten Tesla-Anlagen hat, und das GRG 12 Erlgasse, das seit den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts besteht. Außerdem befand sich das GRG Singrienergasse 19–21 in Meidling, mittlerweile ist diese Schule nach Inzersdorf in die Draschestraße umgezogen und heißt GRG 23 VBS.
In der Dörfelstraße 1 befindet sich die Fachschule für wirtschaftliche Berufe, die 1904 als Hauswirtschaftsschule für Mädchen gegründet wurde und nun als Fachschule Ausbildungsschwerpunkte in Gesundheit und Soziales sowie IT-Support (PC und Webdesign) hat.
Der Bezirk war auch Namensgeber für das Meidlinger L.
Verkehr
Der 12. Bezirk wird von zwei U-Bahn-Linien (U4, U6), der S-Bahn-Stammstrecke, der Straßenbahnlinie (62) und der Badner Bahn erschlossen. Durch Meidling führt die Südbahn. Wien Meidling ist der am stärksten frequentierte Bahnhof Österreichs.
Persönlichkeiten
Sehenswürdigkeiten
- Schloss Altmannsdorf (beherbergt das Renner-Institut, eine Ausbildungsstätte der SPÖ)
- Schloss Hetzendorf (beherbergt die Modeschule der Stadt Wien)
- Springer Schlössl (jetzt ein Seminarhotel der ÖVP) wurde 1887 von den Bauunternehmern Fellner und Helmer erbaut
- Friedhof Meidling (dort liegen u. a. die Geliebte Nikolaus Lenaus – Sophie von Löwenthal, der Erfinder der Postkarte und etliche ehemalige Meidlinger Industrielle, die Namensgeber für viele Plätze in Meidling waren)
- Bezirksmuseum Meidling in der Längenfeldgasse 13–15 (Hans-Mandl-Berufsschule)
- Heizungsmuseum in der Längenfeldgasse 13–15 (Hans-Mandl-Berufsschule)
- Schulmuseum in der Längenfeldgasse 13–15 (Hans-Mandl-Berufsschule)
- Schnapsmuseum
- Kabelwerk Wien-Meidling, ehemaliges Kulturprojekt
- Altmannsdorfer Kirche am Khleslplatz
Weblinks
- GRG 12 Rosasgasse
- GRG 12 Erlgasse
- Hetzendorf Online
- Das Schöpfwerk
- Springer Schlössl
- Bezirksmuseum Meidling
- Ein Rundgang - Meidling in alten und neuen Ansichten
Siehe auch
Quellen
I. Innere Stadt | II. Leopoldstadt | III. Landstraße | IV. Wieden | V. Margareten | VI. Mariahilf | VII. Neubau | VIII. Josefstadt | IX. Alsergrund | X. Favoriten | XI. Simmering | XII. Meidling | XIII. Hietzing | XIV. Penzing | XV. Rudolfsheim-Fünfhaus | XVI. Ottakring | XVII. Hernals | XVIII. Währing | XIX. Döbling | XX. Brigittenau | XXI. Floridsdorf | XXII. Donaustadt | XXIII. Liesing
Koordinaten: 48° 9′ 42″ N, 16° 19′ 18″ O
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