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Medienrummel

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Unter Medienrummel (engl. "Hype" - von Hyperbel) werden meist kurzlebige, in den Medien aufgebauschte oder übertriebene Nachrichten verstanden, die gezielt von Interessensträgern zur Werbung für bestimmte Ideen oder Produkte lanciert wurden.

Inhaltsverzeichnis

Hintergründe und Facetten des Begriffs

Viele Ideen, um die ein Hype veranstaltet wird, stammen aus der Managementlehre. Ebenso wie konkrete Produkte versprechen sie oft schnellen, leichten Profit oder Gewinn oder ein bestimmtes Lebensgefühl. Mancher Hype rankt sich auch um die Welt der Stars. Diese Meldungen sind primär auf die Verstärkung des Konsumenteninteresses für die Filme oder Musik der vorgestellten Personen ausgerichtet. Da sich nüchterner Nachrichtenstil schlecht zur Erregung von positiven, konsumorientierten Impulsen eignet, kommen die Meldungen des Hype oft in Gestalt des Infotainment daher.

Im Bereich der Pop- und Jugendkultur, besonders in Popmusik-Gazetten oder Fanzines, ist Hype eine auch in Deutschland seit Jahrzehnten geläufige Kritik-Vokabel für punktuell gesteigerte Aufmerksamkeit und Schnelllebigkeit. Manch eine Diskothek wählte früher diese Namensgebung, denn die Verwendung des Schlüsselworts schien werbewirksam.

In jüngerer Zeit wird der Begriff "Hype" auch häufig für Produkte oder andere Bedarfsgüter verwendet, die für einen bestimmten Zeitraum besonders populär sind. Gründe dafür können sein, dass das Produkt gerade erst erfunden oder eingeführt wurde (vgl. das Zitat über Harald Schmidt siehe unten), oder dass ein aktuelles Ereignis die Bedeutung des Produkts erhöht hat (vgl. Zitat von Phoenix-Kommentator Manfred Baumann siehe unten).

Mit dem Konzept der Hypegallery hat der US-amerikanische Technologie-Konzern Hewlett-Packard in den letzten Jahren ein neuartiges, werbewirksames Corporate Kunstsponsoring-Projekt aufgebaut. Dafür werden in besucherstarken, großflächigen Szene-Lokalen DIN-A0-Drucker installiert und anwesenden bildenden Künstlern ihre Werke in Großformat gedruckt und kurzfristig ausgestellt. Abbildungen gelangen zugleich in eine Web-Bildergalerie. Lokale großstädtische Realisierungen gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt, Herbst 2006, in Berlin (im Café Moskau), in London, Paris, Moskau, Singapur und Mailand. [1]

Siehe auch

Hype-Zyklus

Zitate

  • "(...) Aber meistens hat sich dieser Hype dann auch wieder verflüchtigt."
Phoenix-Kommentator Manfred Baumann über die Erfahrungen signifikanter Reaktionen der Börsen auf politische Regierungswechsel in der Vergangenheit.
  • "Mit Blick auf die seit Januar von mehr als zwei Millionen auf rund eine Million Zuschauer gefallene Quote sagte Möllmann, es habe zu Beginn der Rückkehr Schmidts einen "Hype" gegeben. Es sei jedoch nicht zu erwarten gewesen, dass sich die Quote im Zweimillionenbereich stabilisieren werde. Daher müsse man auch mit rund einer Million Zuschauern zufrieden sein."
www.digitalfernsehen.de zitiert Bernhard Möllmann von der ARD-Programmdirektion über die Einschaltquote von "Harald Schmidt"

Weblinks

Quellen

  1. http://www.readers-edition.de/2006/11/02/hype-um-kunst-oder-kommerz/ "Hype um Kunst oder Kommerz" in der Readers Edition (damals Projekt der Netzeitung; 2. November 2006)
Wikipedia
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