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Media Smart
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Media Smart ist ein eingetragener Verein zur Förderung der Medien- und Werbekompetenz von Kindern. Die Initiative wurde 2004 von Medien und Werbung treibenden Unternehmen gegründet. Der Sitz des Vereins ist Köln. Der Vorsitzende ist der Geschäftsführer von Super RTL Claude Schmit.
Der Verein stellt Grundschulen und Lehrern auf Anforderung das kostenlose Unterrichtsmaterial „Augen auf Werbung“ für die Medienerziehung in Klasse 3 und 4 zur Verfügung. Das Lehrmittelpaket enthält ein Lehrerheft, Kopiervorlagen (Schaubilder, Auftragskarten, Arbeitsblätter) und ein Lehrvideo mit echten Werbebeispielen. Auf der Internetseite des Vereins werden Informationen zum Thema Werbung für Eltern, Lehrer und Kinder vorgehalten. Auf den Materialien sowie auf der Internetseite sind - mit Ausnahme der Echtwerbeaufnahmen auf dem Lehrvideo - keine Logos oder Markennamen abgebildet. Die Materialien wurden in Zusammenarbeit mit einem Expertenbeirat entwickelt und vorab evaluiert.
Die Mitglieder des Beirat sind Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Universität Mainz, Fachbereich Erziehunswissenschaft und Medienpädagogik), Dr. Norbert Neuß (Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, GMK), Rainer Smits (Landesanstalt für Medien NRW), Leopold Grün (Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V., FSF) und Uta Brumann (Grundschullehrerin und freie Redakteurin).
Zu den Mitgliedern gehören Burger King, Hasbro, IP Deutschland, KELLOGG, LEGO, Masterfoods, Mattel, McDonald’s, Nokia, Super RTL und Zapf Creation. Weitere Unterstützer sind castenow, Gruner + Jahr, Egmont Ehapa Verlag, iconkids & youth international research, Telemaz Commercials, tof intermedia und Wächter & Wächter Worldwide Partners. Hinter der Beteiligung am Verein steht das Interesse der Mitglieder, Werbeeinschränkungen im Kinderfernsehen (wie es sie beispielsweise In Schweden gibt) konstruktiv zu begegnen [1].
Kritik
Die vom Verein zur Verfügung gestellten Unterrichtsmaterialien werden von Kritikern als unausgewogen und nicht angemessen bezeichnet. Hierbei werden insbesondere die echten Werbefilme der Vereinsmitglieder bemängelt, welche im Lehrvideo gezeigt werden. Durch die Darstellung der Werbung in der Schule werde eine Seriosität und Wichtigkeit vorgegaukelt. Aufgrund der Verwendung von echter Markenwerbung in der Schule nahm die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Johanna Wanka ihre Empfehlung der Lehrmaterialien zurück. [2]
Von Seiten des Beirats von Media Smart wird die Verwendung echter Spots für eine Unterrichtsreihe zum Thema Werbung als aus medienpädagogischer Sicht sinnvoll verteidigt. Nur so könne lebensnah und für die Schüler nachvollziehbar am Thema gearbeitet werden. Ziel sei, Gestaltungsmittel und Mechanismen mit denen Werbung arbeitet, zu erkennen. Dies funktioniere am besten an Beispielen aus der Lebenswelt von Kinder, so das Beiratsmitglied Prof. Aufenanger. Zu dieser Einschätzung kommt auch der medienpädagogische Fachverband GMK, dem die Beiratsmitglieder Aufenanger und Neuß angehören [1].
Weblinks
- Internetseite des Vereins
- ARD-Monitor Fernsehbeitrag als HTML-Webseite
- Wissensgesellschaft à la Bertelsmann - Das Projekt „Media Smart“ der werbetreibenden Wirtschaft soll in den Schulen "Medien- und Werbekompetenz von Kindern" fördern – oder der Bock macht sich zum Gärtner.
Quellen
- . a b GMK: http://www.medienpaed.de/kurzmeldungen/stellungnahme_neuss.php. 6. November 2006.
- ↑ Monitor-Sendung am 23. Februar 2006: http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=776&sid=142. 6. November 2006.
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