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Meccano

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Meccano Ltd. ist ein von dem englischen Unternehmer und Politiker Frank Hornby 1901 in Liverpool gegründetes Unternehmen der Spielzeug-Herstellung.

Inhaltsverzeichnis

Metallbaukästen

Meccano und Frank Hornby gelten als Erfinder der sogenannten Stabilbaukastens oder auch Metallbaukastens. Im Unterschied zu früher üblichen Stein- und Steinzeug-Bauteilen enthalten diese in Metall fabrizierte, zumeist per Stanzen hergestellte Blechteile, aus denen sich Kinder nahezu beliebige Gegenstände durch Zusammenschrauben haltbar und belastbar erbauen konnten.

Generationen vor allem von späteren Ingenieuren werden sich an ihre frühkindliche Sozialisation im Elternhaus mithilfe von Metallbaukästen“ erinnern - diese Baukästen vermittelten Kindern allererste Kenntnisse in der Montagetechnik mittels Schrauben und Muttern.

Verschiedene Packungsgrößen zu unterschiedlichen Preisen ermöglichten ein mit dem Alter wachsendes, kindgerechtes Erlernen technischen Verständnisses und technischer praktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Seit 1912 war auf dem europäischen Kontinent das Göppinger Unternehmen Märklin Vertreter für Meccano und auch Zulieferer: Märklin baute für Meccano u.v.a. auch Federaufzug-Motoren. Als in den Kriegswirren der Vertrieb englischer Spielwaren in Deutschland nicht mehr möglich war, produzierte Märklin die Meccano-Komponenten in eigenem Namen weiter, bei geänderter Farbgebung: aus dem Meccano-Schwarz wurde später das Märklin-Grün.

Typisches Bauteil sowohl der Meccano- als auch der Märklin-Metallbaukästen ist ein mittig gelochter Blechstreifen von ca. 20 mm Breite mit halbkreisförmig abgerundeten Enden – zur Meidung verletzungsgefährdender Ecken. Diesen Metallstreifen gibt es – bei immer gleichbleibendem Lochraster von 12,7 mm, einem halben Zoll – in den unterschiedlichsten Lochzahlen und Längen.

Auch wenn heutzutage die bekannten Hersteller allesamt die Produktion ihrer Metallbaukästen einstellten, so gibt es weiterhin kleine Unternehmen, die industriell diese Komponenten weiter fertigen und den Liebhabern der Metallbaukästen weiterhin verfügbar machen.

Siehe auch: Trix-Metallbaukasten

Automodelle

Meccano stellte ab 1931 Zubehör für die damals als Spielzeug aufkommenden Modelleisenbahnen her, wie Figuren von Passanten und Bahnpersonal. Seit 1934 produzierte man unter dem Markennamen „Dinky Toys“ auch Modelle von Autos, Flugzeigen und Schiffen.

Meccano konnte nach dem zweiten Weltkrieg die Arbeit mit Erfolg fortsetzen. Mit dem Aufkommen von Kunststoff-Spielzeug-Massenware in den 70er Jahren wandte sich jedoch das Geschäftsglück gegen Meccano. 1979 ging das Unternehmen in Konkurs.

Modelleisenbahnen

Das Schwesterunternehmen „Hornby“ mit dem Namen seines Gründers existiert auch heute weiterhin; es ist ein bekannter Produzent von Modelleisenbahnen. Spitzenmodell ist seit einigen Jahren ein Nachbau der schnellsten jemals gebauten Dampflokomotive, der blauen „Mallard“, deren Original (als Museumslok und nicht betriebsbereit) ehedem mit Tempo 202 den bislang ungeschlagenen Rekord für Dampfloks einfuhr - und das Hornby-Modell, im Maßstab H0, ist ebenso eine echte Dampflok: Sie ist in der Lage, mittels destilliertem Wasser in ihrem Tender aus dem Strom der Fahrschienen Dampf zu erzeugen und sich ca. 20 Minuten fortzubewegen - ein feinwerktechnisches Vergnügen, das jedoch bei Preisen von ca. 500 britischen Pfund bzw. 750 Euro für einen Set, bestehend aus Lok, Transformator, Steuergerät und Schienenkreis, nur für wohlhabende Spielzeugfreunde bezahlbar ist.

Link

Fertiger von Metallbauteilen nach Meccano-Maßen

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