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Mathilde Plantagenet

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Krönung von Heinrich dem Löwen und Mathilda. (aus dem Evangeliar Heinrichs des Löwen, um 1188)
Bild:Braunschweiger Dom Grabmal Mathilde.jpg
Mathildes Grabmal (um 1230). Der Volksmund gab ihr den Beinamen Die Fromme.

Mathilde von England, Herzogin von Sachsen und Bayern, eigentlich Matilda Plantagenêt (* Juni 1156 Windsor Castle, Berkshire, England; † 28. Juni 1189 in Braunschweig), war die älteste Tochter von König Heinrich II. (Henry Plantagenêt) von England und Herzogin Eleonore von Aquitanien.

Im Rahmen mittelalterlicher europäischer Diplomatie wurde die Ehe zwischen Herzog Heinrich dem Löwen von Sachsen und Bayern (der 1162 von seiner ersten Frau Clementia von Zähringen geschieden worden war) und Mathilde von Rainald von Dassel vorbereitet.

Die Hochzeit fand am 1. Februar 1168 im Dom zu Minden statt. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor:

  • Richenza/Mathilde (* 1172; † 1208/1209) – verheiratet mit 1.) Graf Gottfried von Perche († 1202); 2.) Engelram III. von Coucy († ca. 1242)
  • Heinrich (V.), Pfalzgraf bei Rhein (* ca. 1173/1174; † 1227) - verheiratet mit 1.) Agnes von Staufen; 2.) Agnes von Wettin
  • Lothar (* 1174/1175; † 1190)
  • Kaiser Otto IV. (* 1175/1176; † 1218)
  • Wilhelm, Herzog von Lüneburg (* 1184; † 1212/1213) - verheiratet mit Helena von Dänemark, Tochter von Waldemar I., König von Dänemark

Die Herzogin Mathilde gilt somit als Stammmutter aller nachfolgenden Welfen.

Auf ihre Intervention beim Papst Alexander III. geht die Heiligsprechung Thomas Beckets zurück. Mathilde war als Tochter Heinrichs II. von England mit Thomas Becket freundschaftlich verbunden. Der Braunschweiger Dom wurde ebenso auf ihre Initiative hin bald nach der Heiligsprechung eine der ersten Kirchen, die das Patronat Thomas Beckets trug.

1189 musste Heinrich der Löwe erneut ins Exil nach England, Mathilde blieb jedoch zur Wahrung der welfischen Interessen in Braunschweig zurück, wo sie aber bereits drei Monate nach Heinrichs Abreise verstarb.

Sie ist an der Seite ihres Mannes in der Krypta des Braunschweiger Doms bestattet.

Einfluss auf den Hof Heinrichs des Löwen

Durch ihre engen familiären Bindungen nach England war Mathilde in der Lage gewesen, dem geistigen Leben am Hofe ihres Gemahls neue und wichtige Impulse zu geben. So entstanden zu ihrer Zeit zwei wichtige Werke: das „Rolandslied“ des Pfaffen Konrad und „Tristrant und Isalde“ von Eilhart von Oberg.

Weblinks

Wikipedia
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