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Massenselbsttötung

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Als Massenselbsttötung (oft auch Massenselbstmord) wird die Selbsttötung einer größeren Gruppe von Menschen bezeichnet, die meist zeitgleich und mit den selben Motiven durchgeführt wird. Bei einigen als Massenselbsttötung bezeichneten Fällen ist es jedoch fraglich, ob es sich um Selbsttötung oder um Mord handelt.

Inhaltsverzeichnis

Frühere Geschichte

Zu einer Massenselbsttötung kam es während der Belagerung Masadas 70 n. Chr. durch römische Truppen. Flavius Josephus berichtet, dass die Belagerten angesichts ihrer aussichtslosen Lage beschlossen, lieber als freie Menschen zu sterben als den Römern in die Hände zu fallen. Als die Soldaten die Festung stürmten, fanden sie nur noch zwei Frauen und fünf Kinder lebend vor. Alle anderen Menschen in der Festung starben durch Suizid.

Neuzeit

  • Eine der größten bekannten Massenselbsttötungen in der deutschen Geschichte ereignete sich im Mai 1945 in Demmin. Etwa 900 Einwohner beendeten vor und nach dem Einmarsch der Roten Armee ihr Leben.
  • Am 18. November 1978 haben in Jonestown im guayanischen Urwald ein Großteil der Anhänger von Jim Jones Selbsttötung begangen. Viele von ihnen wurden allerdings hierzu gezwungen oder von anderen Sektenmitgliedern getötet. 921 Menschen wurden tot aufgefunden, darunter 276 Kinder und der Sektenführer selbst.
  • Für Aufsehen sorgte 1994 auch die Massenselbsttötung von 61 Mitgliedern der Sonnentempler in der Schweiz. Weitere Anhänger der Sekte folgten dem Beispiel der rituellen Verbrennung: im Dezember 1995 starben 16 Menschen in Frankreich und fünf weitere im März 1997 in Kanada.

Verabredung im Internet

Ein neues Phänomen, das vor allem in Japan auftritt, ist die Verabredung zur gemeinsamen Selbsttötung im Internet. In der Zwischenzeit forderte diese Art der Massenselbsttötung über 40 Tote.

Weblinks

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