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Massaker von Tlatelolco

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Das Massaker von Tlatelolco (Matanza de Tlatelolco) wurde am 2. Oktober 1968, auf dem Höhepunkt der Studentenproteste, von der "Batallón Olimpia" an ca. 500 Studenten in dem Stadtteil Tlatelolco in Mexiko-Stadt verübt. Damit gelang es der PRI-Regierung (Partido Revolucionario Institucional, PRI), den Abbruch des Streiks der Studenten der autonomen Universität von Mexiko (UNAM) - Lateinamerikas größter Universität - zu erzwingen und die davon ausgehenden gesellschaftlichen Unruhen zu beenden. Das Massaker ereignete sich 10 Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele am 12. Oktober in Mexiko-Stadt.

Erst seit wenigen Jahren wird versucht, auch von amtlicher Seite das Verbrechen aufzuklären. Ross: „Vieles ist noch unbekannt über diesen dramatischen Moment der modernen mexikanischen Geschichte: Wie viele Opfer es gegeben hat (nach besten Schätzungen 337), wo die Leichen vergraben sind, wer für die Erteilung des Schießbefehls verantwortlich war, sowie die Namen der Schützen.” Während die PRI-Regierung von lediglich 37 getöteten Studenten sprach und behauptete, die Studenten hätten geschossen, bewiesen 2001 erstmals Fotos von dem Geschehen die Version der Überlebenden.

Am 30. Juni 2006 wurde der frühere Innenminister und spätere Präsident Luis Echeverría Álvarez als Hauptverantwortlicher für das Massaker unter dem Verdacht des Völkermords verhaftet. Bis zum Prozess wurde er unter Hausarrest gestellt. Anfang Juli 2006 wurde das Verfahren wegen eingetretener Verjährung eingestellt.

Literatur

Verfilmungen

  • Jorge Fons: Rojo Amanecer, Mexiko 1989 (dt. Rotes Morgengrauen)

Weblinks

Wikipedia
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