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Martin Bodmer
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Martin Bodmer (* 13. November 1899 in Zürich; † 21. März 1971 in Genf) war ein Schweizer Sammler und Mäzen.
Martin Bodmer wurde als Sohn wohlhabender Eltern in Zürich geboren. Er studierte einige Semester Germanistik und Philosophie und gründete 1921 den Gottfried-Keller-Preis. 1930 gründete er die Zweimonatsschrift «Corona», die bis 1943 in München erschien. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges engagierte er sich für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und nahm seinen Wohnsitz in Genf.
Sein ganzes Leben widmete er seiner aussergewöhnlichen Büchersammlung, die er 1951 nach Cologny verbrachte, wo er seine «Bibliothek der Weltliteratur» oder Bibliotheca Bodmeriana in eigens konzipierten Gebäuden unterbrachte. Bodmers Ziel war es, mit seiner Bibliothek „das Menschlich-Ganze“ zu umfassen.
Bodmer trug 150'000 Werke in achtzig Sprachen aus drei Jahrtausenden zusammen, darunter etwa das älteste vollständig erhaltene Manuskript (2. Jh.) des Johannes-Evangelium, die Urschrift der Märchen der Brüder Grimm, das einzige Exemplar der Gutenberg-Bibel in der Schweiz, die Autographen eines Streichquintetts von Mozart, die Prosafassung von Lessings «Nathan der Weise», von Flauberts «Madame Bovary», von Thomas Manns «Lotte in Weimar» oder wertvolle Papyri aus der Antike und zahllose Erstausgaben bedeutender Werke.
Die Sammlung wird heute von der Stiftung Martin Bodmer betreut und erweitert.
Weblinks
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bodmer, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Sammler und Mäzen |
| GEBURTSDATUM | 13. November 1899 |
| GEBURTSORT | Zürich, Schweiz |
| STERBEDATUM | 21. mÄRZ 1971 |
| STERBEORT | Genf, Schweiz |
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