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Martelltal

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Bild:070406-10 Martelltal Taleingang.jpg
Blick nach Norden zum Taleingang
Bild:070406-10 Martelltal Stausee.jpg
zugefrohrener Stausee, Blick zur Ortlergruppe

Das Martelltal (ital. Val Martello) ist ein rechtes Seitental des Etschtals im Vinschgau in Südtirol.

Das enge und bis heute touristisch nur wenig berührte Tal, das von der Plima durchflossen wird, führt zwischen Schlanders und Latsch in süd-südwestliche Richtung. Den Talschluss bildet die zur Ortlergruppe gehörende Cevedale-Gruppe mit dem 3778 m hohen Monte Cevedale als Hauptgipfel.

Die ca. 22 km lange Straße bis zum Parkplatz unweit der Ruine des Hotels Paradies im Talschluss hinter dem Zufrittsee (Lago di Gioveretto) weist eine Steigung bis zu 18% auf. Hauptort des Tales sowie der Gemeinde Martell ist Gand /Gand di Martello. Die übrigen Ortschaften sind: Bad Salt / Bagni di Salto, Ennewasser / Transacqua, Sonneberg / Montesole und St. Maria i. d. Schmelz / S. Maria alla Fondaria. Das Gebiet um das Martelltal gehört zum Nationalpark Stilfser Joch /Parco Nazionale dello Stelvio.

Bekannt ist das Martelltal auch für die besonders schmackhaften Erdbeeren, die auf 900 bis 1700 Meter Höhe angebaut werden.

Leichte und lohnende Wanderziele vom Ausgangspunkt Wanderparkplatz im Talschluss (2088 m) mit eindrucksvollem Blick auf die stark vergletscherte Cevedale-Gruppe (3778 m) sind die Zufallhütte / Rifugio Nino Corsi (2265 m, CAI) und die Marteller Hütte (2610 m, AVS). Dagegen setzt eine Tour zu der über den Langenferner erreichbaren Casatihütte / Rifugio Casati al Cevedale (3269 m, CAI) Kenntnisse über das Begehen von Gletschern und entsprechende Eisausrüstung voraus.

Mit 1935 m ist Stallwies der höchstgelegene Marteller Bauernhof, das bis zum Abriss der Kornmühle Anfang der achtziger Jahre auch als höchster Kornhof Tirols galt, an dem oft Ernte und Aussaat zusammenfielen. Der Ort ist Ausgangspunkt der Besteigung der Orgelspitze (3305 m).

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