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Marshall-Stack
Aus Kefk.
Der Marshall-Stack (auch Marshall-Turm) besteht als Full Stack aus 2 quadratischen Boxen mit je vier 12″-Lautsprechern und einem zumeist 100 Watt starken Röhrenverstärker-Topteil.
Bei dieser Bauweise kann der Verstärker seine ganze Leistung entfalten. Daraus entsteht auch ein höherer Schalldruck vor den Boxen. Dies hängt mit der Impedanz der beiden Bauteile Verstärker-Topteil und Box zusammen.
Die Boxen gibt es in gerader und schräger Ausführung. Es gibt noch weitere Varianten wie den Half Stack, bei dem nur eine Box unter dem Topteil steht. Bei ihm werden, damit sich der Gitarrist besser hört, oft abgeschrägte Boxen benutzt. Die abgeschrägte beziehungsweise gerade Ausführung beeinflussen, in Abhängigkeit vom Hersteller, auch den Klang der Boxen.
Entwickelt wurde der Marshall-Stack von Jim Marshall (Marshall Amplification), der damals noch einen Schlagzeugladen in London betrieb, in Zusammenarbeit mit Pete Townshend (The Who). Zuerst entwarfen sie eine große Box mit acht 12″-Lautsprechern, die aber schlecht zu transportieren war.
Der Marshall-Stack, mehrfach nebeneinandergestellt, prägt seitdem nicht nur mit seinem Klang und seiner Lautstärke, sondern auch durch seine visuelle Präsenz Rockkonzerte überall in der Welt. Die meisten Gitarristen verwenden, um die Bühne visuell zu füllen, billiger anzumietende Dummies, also Boxen und Topteile, die als einziges funktionierendes Teil das charakteristische Lämpchen bieten. Der eigentliche mikrofonierte Verstärker steht dabei oft für die Zuschauer unsichtbar hinter der Bühne.
