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Marktregulierung

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Marktregulierung ist ein Begriff aus der ordnungspolitischen Diskussion in der Volkswirtschaftslehre. Er steht für die Gesamtheit aller Regeln, mit denen der Staat in den Wettbewerb eingreift, um ein Marktversagen zu korrigieren oder staatliche Ziele durchzusetzen. Regulierung geschieht durch den Erlass von Verordnungen und durch gesetzliche Vorschriften. Verfehlte Wirtschaftspolitik hingegen zeichnet sich durch Markteingriffe aus, in denen gar kein Marktversagen vorliegt, also etwa der Eingriff bei privaten Gütern.

Regulierungen bedeuten einerseits eine Einschränkung marktwirtschaftlicher Kräfte. Andererseits können durch solche Regeln aber auch Rechtssicherheit hergestellt und Transaktionskosten gesenkt werden, so dass das völlige Fehlen von Regeln ebenfalls das Wachstum behindert. Entspricht beispielsweise ein Produkt einer bestimmten Norm, so kann sich der Käufer darauf verlassen, dass es bestimmte Eigenschaften aufweist oder eine gleich bleibende Qualität hat.

Unabhängig davon sollten Regulierungen von Zeit zu Zeit einer kritischen Überprüfung unterzogen werden, da sie dazu tendieren, eine Eigendynamik zu entwickeln und bestehen zu bleiben, wenn die Gründe, die für ihre Einführung sprachen, längst weggefallen sind. Regulierungen über längere Zeiträume führen oft zu einem als Capture bezeichneten Zustand, der sich dadurch auszeichnet, dass der Regulierer durch die oft intensive Zusammenarbeit mit dem regulierten Unternehmen dessen Sichtweise annimmt und keine effektive Regulation mehr erfolgt.

Der Ökonom der Chicagoer Schule Stigler führte in die Theorie die nobelpreisgewürdigte Erkenntnis ein, dass auch die Regulierung selbst ein Gut ist, nach dem eine Nachfrage existiert. Teilweise ist es für ein Unternehmen einfacher, in einem regulierten Markt tätig zu sein, da hier oft der Wettbewerb stark begrenzt ist.

Inhaltsverzeichnis

Arten der Regulierung

Mengenregulierung

Die Mengenregulierung will die Anzahl der Wettbewerber am Markt oder die Höhe der Produktionmenge steuern. Dies wird über Lizenzen und Konzessionen erreicht, die den Markteintritt steuern. Weiterhin sind Bedienungspflichten und Aktivitätsverbote möglich, die den Umfang des Marktes festlegen und somit seine Attraktivität steuern.

Preisregulierung

Preisregulierung zielt darauf ab, ein gewünschtes Preisniveau zu erreichen. Dies kann über Fest-, Mindest- oder Höchsttarife (price caps) erreicht werden, die absolute Grenzen setzen. Möglich sind auch Kostentarife, die Berechnungsverfahren für Preise festlegen, und Einzelpreisgenehmigungen, bei denen jede Preisänderung einer Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörde bedarf.

Weitere Arten der Regulierung

  • Price Cap Regulierung: dazu zählt u.a. die RPI-X Regulierung
  • Rate of Return Regulierung: Der Regulator erlaubt hierbei eine maximale Verzinsung des eingesetzten Kapitals

Siehe auch

Agrarmarktordnung für das agrarpolitische Steuerungsmittel

Systemregulierung (siehe Schlippe,Arist)

Wikipedia
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