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Marktkapitalisierung
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Die Marktkapitalisierung (englisch: market cap) - auch Börsenkapitalisierung oder Börsenwert genannt - einer Aktiengesellschaft ergibt sich aus der Multiplikation von Aktienkurs und der gesamten Anzahl der ausgegebenen Aktien des Unternehmens.
Beispiel:
Anzahl der ausgegebenen Aktien: 1.000.000 Stück
Aktueller Börsenkurs je Aktie: 50 EUR
Marktkapitalisierung: 50.000.000 EUR
Die so ermittelte Marktkapitalisierung stellt jedoch keine Aussage über den tatsächlichen Wert des Unternehmens dar, der in den verschiedenen Verfahren zur Unternehmensbewertung näherungsweise bestimmt werden kann, sondern ist lediglich das Ergebnis von Angebot und Nachfrage zu den Unternehmensaktien. Natürlich wird jedoch Angebot und Nachfrage wesentlich von den Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der zukünftigen Ertragskraft des Unternehmens bestimmt.
Die Marktkapitalisierung entspricht auch nicht der Geldsumme, die notwendig ist, um das gesamte Unternehmen zu kaufen. Der Grund liegt darin, dass Käufe und Verkäufe einer Aktie auf den Aktienkurs zurückwirken, indem dieser je nach Verhältnis von Angebot und Nachfrage sinkt oder steigt. Starke Aktienumsätze können sowohl mit fallenden als auch steigenden Kursen einhergehen. Fallende Kurse treten dann auf, wenn die Marktteilnehmer mehrheitlich die Einschätzung haben, dass die Marktkapitalisierung höher als der tatsächliche Wert des Unternehmens liegt, steigende Kurse, wenn sie der Auffassung sind, dass eine Unterbewertung vorliegt.
Demzufolge ist Marktkapitalisierung allenfalls dazu geeignet, die Größenordnung des Unternehmenswertes oder den Verkaufserlös eines Unternehmens abzuschätzen. Die folgende Tabelle soll ein Einblick in die Größenordnung der deutschen Börse geben.
Bei der Festlegung der Indizes der Deutschen Börse wird die Marktkapitalisierung nur auf Basis des Streubesitzes berücksichtigt, dieser Wert wird auch als Streubesitz-Marktkapitalisierung bezeichnet.
In diversen Bilanzierungsregelwerken wird vorgeschrieben, dass Aktien eines Unternehmens B, die zu den Aktiva des Unternehmens A gehören, so zu bewerten sind, dass sich deren Bewertung ähnlich der Marktkapitalisierung aus der Multiplikation von Aktienkurs des Unternehmens B und der Anzahl der ausgegebenen Aktien des Unternehmens B, die sich im Besitz des Unternehmens A befinden, ergibt. Da insbesondere bei größeren Aktien-Paketen der erzielbare Verkaufswert der Aktien erheblich niedriger sein kann, als die so berechnete Bewertung, entspricht eine solche Bewertung von Aktien-Aktiva nicht dem Niederstwertprinzip.
Üblicherweise übersteigt die Marktkapitalisierung eines Unternehmens den Buchwert bei weitem, weil Unternehmen an der Börse danach bewertet werden, welche Gewinne von ihnen in Zukunft erwartet werden, nicht jedoch danach, inwieweit die aktuellen Vermögenswerte des Unternehmens seine Verbindlichkeiten und Rückstellungen übersteigen. Gibt es bezüglich der Gewinnerwartungen einer ganzen Branche zu optimistische Einschätzungen, dann kann die Marktkapitalisierung auch von kleinen Unternehmen sehr hoch sein; bei der Dotcom-Blase war dies der Fall.
Die Marktkapitalisierung aller Unternehmen, die an der New Yorker Börse gehandelt werden, übersteigt die Geldmenge der Vereinigten Staaten.
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