Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Manned Orbiting Laboratory

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/0/0f/MOL_USAF.png': No such file or directory.
Künstlerische Darstellung des MOL im Orbit
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/c/c5/Gemini-B_1.jpg': No such file or directory.
Gemini-B-Kapsel
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/9/91/MOL_Launch.jpg': No such file or directory.
Start des MOL-Mockups mit der Gemini-B-Kapsel

Das bemannte Raumlabor Manned Orbiting Laboratory (MOL) sollte als Spionageplattform zur Überwachung des sowjetischen Territoriums dienen. Es war Teil des bemannten Raumfahrtprogramms der US Air Force und wurde am 10. Juni 1969 eingestellt, ohne dass tatsächlich Raumflüge stattgefunden haben. Die Missionen sollten mit einer Titan-IIIM-Rakete gestartet werden, deren Entwicklung jedoch nie vollendet wurde.

Die zweiköpfige Besatzung des MOL sollte zusammen mit dem jeweiligen Raumlabor in einer modifizierten Gemini-Kapsel, die als Gemini-B bezeichnet wurde, gestartet werden. Die Kapsel war fest mit dem Labormodul verbunden und wäre erst am Ende der Mission abgetrennt worden, um sowohl die Astronauten als auch das Filmmaterial zur Erde zu bringen. Ein Ankoppeln anderer Raumschiffe, wie bei es bei Raumstationen möglich ist, war hier nicht vorgesehen. Nach der Rückkehr der Besatzung konnte MOL nicht wieder bemannt werden.

Die Spionageausrüstung des MOL-Projekts wurde innerhalb des Keyhole-Aufklärungssatellitenprogramms als KH-10 Dorian bezeichnet. Nach der Einstellung des MOL-Programms wurden die Aufklärungsaufgaben von den parallel entwickelten unbemannten KH-9-Hexagon-Satelliten wahrgenommen.

Inhaltsverzeichnis

Testflug

Der einzige tatsächliche Raumflug im Rahmen des MOL-Programms war die sogenannte MOL-HSQ- Mission (Manned Orbiting Laboratory - Heat Shield Qualification). Dies war ein Testflug eines MOL-Mockups zum Überprüfen der aerodynamischen Startkonfiguration sowie des modifizierten Hitzeschutzschilds der Gemini-B-Kapsel und erfolgte am 3. November 1966 mit einer Titan-IIIC-Rakete. Die Gemini-B-Kapsel war die bereits schon einmal geflogene Gemini-2-Kapsel und wurde auf eine suborbitale Flugbahn gebracht, während die MOL-Attrappe einen Orbit erreichte. Anstelle des eigentlichen MOL wurde ein leerer Titan-II-Treibstofftank verwendet, der einige Technologiexperimente enthielt und im Orbit den Namen „OV4-3“ erhielt. Im Rahmen dieser Mission wurden auch die drei kleinen Forschungssatelliten OV1-6, OV4-1R und OV4-1T ausgesetzt.

Spezifikationen

  • Besatzung: 2
  • Maximale Missionsdauer: 40 Tage
  • Orbit: sonnensynchron oder polar
  • Länge: 21,92 m
  • Durchmesser: 3,05 m
  • Kabinenvolumen: 11,3 m³
  • Masse: 14.476 kg
  • Nutzlast: 2.700 kg
  • Energieversorgung: Brennstoffzellen oder Solarzellen

Astronauten

Für das MOL Projekt wurden 1965 acht, 1966 fünf und 1967 vier Astronauten ausgewählt.

MOL Gruppe 1 - November 1965 MOL Gruppe 2 - Juni 1966 MOL Gruppe 3 - Juni 1967
  • Michael J. Adams (Air Force)
  • Albert H. Crews Jr. (Air Force)
  • John L. Finley (Navy)
  • Richard E. Lawyer (Air Force)
  • Lachlan Macleay (Air Force)
  • Francis G. Neubeck (Air Force)
  • James M. Taylor (Air Force)
  • Richard H. Truly (Navy)
  • James A. Abrahamson (Air Force)
  • Robert T. Herres (Air Force)
  • Robert H. Lawrence, Jr. (Air Force)
  • Donald H. Peterson (Air Force)

Nach Einstellung des Projekts übernahm die NASA die sieben Astronauten des Projekts, die jünger als 35 Jahre waren (Truly aus Gruppe 1, die gesamte Gruppe 2 und Peterson aus Gruppe 3) - unter anderem Robert Crippen (Pilot des ersten Space Shuttles) und Richard Truly (Direktor der NASA von 1989 bis 1992). Diese sieben Astronauten flogen alle schließlich im Rahmen des Space-Shuttle-Programms ins All.

Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen