Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Mandoline

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit dem Musikinstrument Mandoline. Für Informationen zum nach ihr benannten Gemüseschneider, siehe: Küchenreibe

Das Saiteninstrument Mandoline (Abk.: mand) ist ein Zupfinstrument aus der Familie der Lauten.

[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/0/02/Torella3.jpg': No such file or directory.
Konzertmandoline, Detailfotos

Inhaltsverzeichnis

Bauweise

[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/5/59/Cutaway.jpg': No such file or directory.
Cutaway und f-Loch einer Bluegrass-Mandoline

Die Mandoline wird mit einem Plektrum aus Schildpatt (heute vermehrt aus Kunststoff) gespielt. Die Saitenstimmung entspricht der Violine. Der Bezug der neapolitanischen Mandoline (neapolitanische Rundmandoline) besteht aus vier Saitenpaaren, die in Quinten gestimmt sind wie die Violine: g d’ a’ e’’;

Konzertmandolinen besitzen eine klassische Tropfenform, wobei der Korpus rückseitig aus Spänen in Rundbauchform ähnlich einer Laute gefertigt wird.

Dagegen wird in der folkloristischen Musik meist ein flacher gitarrenähnlicher Korpus mit Zargen und Boden bevorzugt. In den USA wurden verschiedene Varianten mit "Cutaways" und f-Löchern entwickelt.

Bild:Loudspeaker.svg    Tonbeispiel Mandoline ?/i

Varianten

  • die Mailänder Mandoline hat fünf oder sechs Saitenpaare und die Stimmung g c’ a’ d’’ e’’ bzw. g h e’ a’ d’’ g’’;
  • portugiesische Halbrundmandoline;
  • deutsche Flachmandoline.
  • Gibson F5 Flachmandoline, im frühen 20. Jahrhundert von Lloyd Loar mit f-Löchern und charakteristischer Schnecke am Korpus gebaut, heute wertvolle Sammlerstücke
  • E-Mandoline mit Magnetischem Tonabnehmer (meist einspuliger Singlecoil)

Verwandte Instrumente

Verwendung in der Musik

Barock, Klassik, Romantik

Erste Quellen, in denen die Mandoline erwähnt wird, stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert. Zur Zeit des Barock haben Komponisten wie Antonio Vivaldi, Domenico Scarlatti und Johann Adolf Hasse für dieses Instrument komponiert.

Stammte die Mandoline ursprünglich aus Italien, wurde um 1750 Paris zu deren wichtigstem Zentrum. Weitere wichtige Komponisten, die sich der Mandoline widmeten, sind Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Johann Nepomuk Hummel und Niccolò Paganini. Um 1800 findet man die Mandoline vor allem in Wien.

Das heute so bekannte Tremolo, eine wichtige Spieltechnik der Mandoline, wurde erst in der Romantik ab Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet. Der wichtigste Komponist dieser Epoche war Raffaele Calace. Zu dieser Zeit gründeten sich auch die ersten Zupforchester.

Gegenwart

Die Mandoline wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts mit immer größerer Beliebtheit in der zeitgenössischen Musik eingesetzt. Der wichtigste deutsche Komponist für Mandoline und Zupforchester des 20. Jahrhunderts war Konrad Wölki; ihm ist vor allem die musikwissenschaftliche Anerkennung der Mandoline und des Zupforchesters zu verdanken. In der Gegenwart findet man die Mandoline im Orchester, in den verschiedensten Kammermusikensembles und als solistisches Instrument.

Den einzigen Lehrstuhl für Mandoline in Deutschland bekleidet Prof. Marga Wilden-Hüsgen an der Hochschule für Musik Köln, Standort Wuppertal.

[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/4/4f/Levin_Mandolin.jpg': No such file or directory.
tropfenförmige Flachmandoline des amerikanischen Herstellers Levin

Volksmusik

Anfang des 20. Jahrhunderts war in Deutschland in der Wandervogelbewegung die Mandoline sicher auch aufgrund ihrer kleinen Bauform beliebt. Auch heute gibt es noch vielerorts Mandolinenorchester. Das Instrument fand im Folkrevival der 70er Jahre nun bei einem jungen Publikum besondere Beachtung. Der Mandolinenspieler Erich Schmeckenbecher prägte mit dem Instrument den Klang des Duos Zupfgeigenhansel.

Bluegrass

In der amerikanischen Bluegrassmusik hat Bill Monroe den Verdienst, dass die Mandoline nicht nur rhythmisches Begleitinstrument, sondern auch ein gleichberechtigtes Soloinstrument wurde. Als besonders einflussreiche Virtuosen sei auf David Grisman oder Sam Bush verwiesen.

Popmusik

Bekannte Beispiele für den Einsatz von Mandolinen in der Populärmusik sind u. a. „Losing My Religion“ von R.E.M., „The Battle of Evermore“ von Led Zeppelin oder diverse Lieder der Gruppe Jethro Tull, darunter „A Christmas Song“ und „Fat Man“. Mike Oldfield spielt sie auch auf seinem Album „Tubular Bells“, wo sie am Ende der ersten Hälfte mit anderen Instrumenten in einem Solo vorgestellt wird. Weiterhin zu nennen sind „All this time“ von Sting, „Back in the high life“ von Steve Winwood sowie mehrere Titel von Bruce Hornsby. Auch aus der deutschsprachigen Musik sei ein Beispiel genannt: Jakob Ilja von Element Of Crime, CD „Mittelpunkt der Welt“ (2005), z. B. im Titel „Wenn der Winter kommt“.

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Mandoline, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge