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Managementdenker

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Als Managementdenker werden Wissenschaftler, Berater oder Manager bezeichnet, die im Management neue Konzepte und Modelle vorstellen und zu deren Verbreitung beitragen.

Managementdenker rekrutieren sich einerseits aus der Praxis, ob als ehemalige Manager oder als ehemalige Berater. Beispiele für ehemalige Manager wären Jack Welch, Charles Handy, Ricardo Semler oder Reinhard K. Sprenger. Ehemals Berater waren Tom Peters, Kenichi Ohmae oder Gary Hamel. Aber auch Wissenschaftler wie Peter Drucker, Michael Porter, Philip Kotler, Hermann Simon (Manager) oder Fredmund Malik gelten heute als Managementdenker.

Insbesondere seit den 1980er Jahren taucht dieser Begriff auf, als Beschreibung für ein Phänomen, dass Manager und Medien bei der Lösung komplexer Aufgaben des Managements nach anerkannten Experten suchen. Wer einflussreich ist, gilt als Managementdenker. Durch die Neigung der Medien, aktuelle Entwicklungen in Rankings zusammenzufassen, entstanden weltweit Rankings zu Managementdenkern. Als Startpunkt dieser Entwicklung kann das Jahr 1982 gelten. Die USA litten unter einer Wirtschaftsrezession und in der Krise wurden Antworten gesucht, wie auf die „japanische Bedrohung“ reagiert werden könne. Amerikanische Kommentatoren gingen davon aus, dass bei der Fortschreibung der Entwicklung, Japan die USA innerhalb zweier Jahrzehnte wirtschaftlich überholen würde. Buchauflagen bei Managementbüchern lagen damals bei maximal 30.000 Exemplaren. 1982 kamen mehrere Wirtschaftsbücher heraus, die plötzlich die Sachbuch-Verkaufslisten in den USA anführten: Deal/Kennedy mit "Corporate Culture", Ouchi mit "Theorie Z" über die japanische Herausforderung und das Buch von Tom Peters und Robert Waterman "Auf der Suche nach Spitzenleistungen", das als erster Management-Bestseller geschafft hatte, die Millionenauflage zu überschreiten (mit heute etwa 6 Mio. verkauften Exemplaren). [1]

Quellen und Einzelnachweise

  1. Winfried W. Weber, Innovation durch Injunktion, Göttingen, Verlag Sordon, 2005, S. 44-49
Wikipedia
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