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Malta (Insel)
Aus Kefk.
Die Insel Malta ist die größte Insel des im Mittelmeer gelegenen Malta-Archipels und Namensgeberin für den Staat Malta.
Geografie
Die Insel ist 246 Quadratkilometer groß, die weiteste Strecke von einem Küstenpunkt zum anderen beträgt 27 Kilometer, und der Küstensaum misst 136 Kilometer. Sizilien liegt etwa 100 Kilometer nördlich, während die nächste afrikanische Küste (Tunesien) 290 Kilometer entfernt ist. Die ebenfalls bewohnten zum Malta-Archipel gehörenden Inseln Comino und Gozo liegen zwei bzw. sechs Kilometer vor der nordwestlichen Küste Maltas. Auf der Insel Malta leben etwa 357.000 Einwohner, das sind 90 Prozent der Gesamtbevölkerung des Staatswesens.
Geologie
Der Oberflächenuntergrund besteht hauptsächlich aus oligozänen und miozänen Kalksteinen. Als schräg gestellte Pultscholle ragt die Insel aus dem Mittelmeer, emporgehoben durch tektonische Verformungen des Erdmantels ab dem späten Miozän. Im Südwesten wird eine Höhe von 253 Metern erreicht, während sich das Plateau in entgegengesetzter Richtung abflacht. Die Küste ist von tief einschneidenden Buchten geprägt. Auf Grund des porösen Kalksteins haben sich auf Malta keine Flüsse gebildet.
Natur
Wegen der Wasserarmut findet man auf der Insel nur wenig Vegetation. Die noch in der Frühzeit vorhandenen Wälder wurden bereits in der Bronzezeit abgeholzt, teils um Baumaterial zu gewinnen oder um Platz für landwirtschaftliche Kulturen zu schaffen. Da die Kultivierungsversuche immer wieder fehlschlugen, wurde der Boden mehr und mehr der Erosion preisgegeben und verkarstete zunehmend. Daher spielt die Landwirtschaft heute auf der Insel Malta nur eine untergeordnete Rolle. Nach dem 2. Weltkrieg bemühte man sich, die Vegetation durch Anpflanzung von Oliven- und Eukalyptusbäumen sowie Kiefern wieder zu beleben. Ansonsten ist der Inselboden mit anspruchslosen Sträuchern wie Thymian, Rosmarin und Hartgräsern bedeckt.
Entsprechend der kargen Vegetation findet man auf der Insel Malta auch nur wenig Tierarten. Bei den Säugetieren bilden die Wildkaninchen die Mehrheit, mehr Verbreitung finden Reptilien, wie die Eidechsen. Für die Zugvögel ist Malta eine wichtige Durchgangsstation. Man schätzt, dass jährlich fast zwei Millionen Singvögel, Greifvögel und Reiher auf Malta Rast auf dem Weg nach Afrika machen. Einheimische Vogelarten wie Drosseln, Schwalben und Sturmtaucher sind dagegen wesentlich weniger anzutreffen.
Koordinaten: 35° 53′ n. Br., 14° 26′ ö. L.
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