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Main-Neckar-Eisenbahn

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Main-Neckar-Bahn
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Bild:BSicon exKBFa.svg Main-Neckar-Bahnhof


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Bild:BSicon exBRÜCKE.svg Friedensbrücke (alte Main-Neckar-Brücke)


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Bild:BSicon exBHF.svg Mainspitze


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Bild:BSicon KBFa.svg 0,0 Frankfurt (Main) Hbf
Bild:BSicon KRZo.svg Taunus-Eisenbahn
Bild:BSicon ABZlg.svg 1,5 Güterverbindung zur Main-Weser-Bahn
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Main-Neckar-Brücke
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Universitätsklinikum Frankfurt am Main
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Sandhöfer Allee (bis 1960 Strab nach Niederrad)
Bild:BSicon ABZlf.svg zu Kinzigtalbahn und Frankfurt-Hanauer Eisenbahn
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg B 43, Kennedyallee
Bild:BSicon ABZrg.svg von Kinzigtalbahn und Frankfurt-Hanauer Eisenbahn
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Mörfelder Landstraße, K 816
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Schwarzsteinkrautweg
Bild:BSicon SBHF.svg 3,7 Louisa
Bild:BSicon ABZrf.svg zur Mainbahn
Bild:BSicon KRZu.svg Mainbahn
Bild:BSicon ABZlg.svg von der Mainbahn
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Isenburger Schneise, L 3317
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg A 3
Bild:BSicon KRZu.svg Überführung der S-Bahngleise
Bild:BSicon SBHF.svg 7,2 Neu-Isenburg, Verladestelle für Auto im Reisezug
Bild:BSicon ABZlg.svg Anschluss ehemals Philipp-Holzmann AG
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Carl-Ulrich-Straße, L 3117
Bild:BSicon eABZlf.svg nach Neu-Isenburg Stadt


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Bild:BSicon SBHF1.svg 10,7 Dreieich-Buchschlag
Bild:BSicon STR.svg Forstweg / Buchschlager Allee, L 3262
Bild:BSicon ABZlf.svg Dreieichbahn
Bild:BSicon SBHF.svg 12,8 Langen Flugsicherung
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg B 486, Umgehung Langen (B 486n)
Bild:BSicon SBHF1.svg 13,8 Langen (Hess)
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg B 486
Bild:BSicon KRZo.svg Unterführung der S-Bahngleise
Bild:BSicon SBHF.svg 16,7 Egelsbach
Bild:BSicon BRÜCKE.svg Umgehung Egelsbach
Bild:BSicon SBHF.svg 18,6 Erzhausen
Bild:BSicon STR.svg Bahnstraße
Bild:BSicon SBHF.svg 20,8 Darmstadt-Wixhausen
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Messeler Park Straße
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Hindemithstraße
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg B 3 (B 3n)
Bild:BSicon SBHF.svg 22,6 Darmstadt-Arheilgen
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Weinstädter Straße
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Weinstädter Straße, Umfahrung
Bild:BSicon ABZlf.svg zur Odenwaldbahn
Bild:BSicon KRZo.svg Rhein-Main-Bahn und Odenwaldbahn
Bild:BSicon ABZlg.svg Rhein-Main-Bahn und Odenwaldbahn
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Gräfenhäuser Straße
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg Pallaswiesenstraße
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Dorheimer Weg / Bismarckstraße
Bild:BSicon SBHF1.svg 27,8 Darmstadt Hbf
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Rheinstraße
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Am Kavaleriesand / Haardtring
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Hilpertstraße
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Schepp-Allee
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Eschollbrücker Straße
Bild:BSicon HST.svg 29,7 Darmstadt Süd
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Heimstättenweg
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg A 5
Bild:BSicon BRÜCKE.svg Pfungstädter Straße
Bild:BSicon BHF.svg 34,4 Darmstadt-Eberstadt
Bild:BSicon eABZrf.svg nach Pfungstadt


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Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Seeheimer Straße
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg A 5
Bild:BSicon ABZrg.svg Anschlussgleis
Bild:BSicon BHF.svg 40,7 Bickenbach (Bergstr)
Bild:BSicon ABZlf.svg nach Seeheim (Bergstraße)
Bild:BSicon HST.svg 43,1 Hähnlein-Alsbach
Bild:BSicon eGRENZE.svg Tarifgrenze RMV / VRN
Bild:BSicon BHF.svg 44,5 Zwingenberg (Bergstr)
Bild:BSicon BHF.svg 47,2 Bensheim-Auerbach
Bild:BSicon BHF.svg 49,5 Bensheim
Bild:BSicon BRÜCKE.svg B 47
Bild:BSicon ABZrf.svg Nibelungenbahn
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg B 460
Bild:BSicon eABZlg.svg Nibelungenbahn von Lorsch
Bild:BSicon BHF.svg 53,7 Heppenheim (Bergstr)
Bild:BSicon BHF.svg 57,1 Laudenbach (Bergstr)
Bild:BSicon BHF.svg 59,4 Hemsbach
Bild:BSicon ABZrg.svg Weschnitztalbahn
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Weschnitz
Bild:BSicon BHF.svg 63,8 Weinheim (Bergstr)
Bild:BSicon KRZu.svg Oberrheinische Eisenbahn, Mannheimer Straße
Bild:BSicon ABZlf.svg nach Weinheim-Viernheim
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg B 3, Umgehungsstraße
Bild:BSicon KRZu.svg Weinheim-Viernheim-(Lampertheim)
Bild:BSicon HST.svg 67,0 Lützelsachsen
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg K 4133
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg A 5
Bild:BSicon BHF.svg 69,2 Großsachsen-Heddesheim
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg L 541
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg K 4135
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg L 597
Bild:BSicon ABZlg.svg Anschlussgleis
Bild:BSicon BHF.svg 73,9 Ladenburg
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Neckar-Brücke
Bild:BSicon BRÜCKE1.svg K 4138
Bild:BSicon KRZo.svg Oberrheinische Eisenbahn, K 4138
Bild:BSicon BHF.svg 77,1 Mannheim-Friedrichsfeld
Bild:BSicon ABZrf.svg Badische Hauptbahn nach Mannheim
Bild:BSicon ABZrf.svg nach Schwetzingen
Bild:BSicon ABZlg.svg Badische Hauptbahn von Mannheim
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg A 656
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg K 9703
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg K 9702
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg A 5
Bild:BSicon DST.svg 83,6 Heidelberg-Wieblingen
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Kurpfalzring, K 9701
Bild:BSicon SBHF.svg Heidelberg-Pfaffengrund/Wieblingen
Bild:BSicon eABZrf.svg Heidelberg Rangierbahnhof


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Bild:BSicon KRZu.svg Czernybrücke: L 543, Straßenbahn
Bild:BSicon SBHF1.svg Heidelberg Hbf

Die Main-Neckar-Eisenbahn verbindet Frankfurt am Main mit Heidelberg.

Inhaltsverzeichnis

Rahmendaten

Die 87,5 km lange, normalspurige und elektrifizierte Bahnstrecke von Frankfurt am Main über Darmstadt, Bensheim und Weinheim nach Heidelberg wird als

Geschichte

Die Main-Neckar-Eisenbahn wurde als gemeinsame Staatsbahn der Freien Stadt Frankfurt am Main, des Großherzogtums Hessen-Darmstadt und des Großherzogtums Baden errichtet und betrieben.

Vorgeschichte

Die Pläne zu der Bahn reichen bis ins Jahr 1835 zurück. Bis sich aber die zunächst als Planungsträger auftretende Hessische-Eisenbahn-Gesellschaft und die drei beteiligten Staaten auf die Konditionen und den Trassenverlauf geeinigt hatten, gingen Jahre ins Land. Erst 1838 wurde ein erster Staatsvertrag über den Bau einer Eisenbahn von Frankfurt über Darmstadt nach Mannheim geschlossen. Die Hessische-Eisenbahn-Gesellschaft konnte jedoch das erforderliche Kapital nicht aufbringen und löste sich daraufhin auf. So kam es zu dem zweiten Staatsvertrag vom 21. und 23. März 1843, der festlegte, die Main-Neckar-Eisenbahn auf Staatskosten zu bauen und – als Kompromiss zwischen den Interessen Mannheims und Heidelbergs – im mittig gelegenen Friedrichsfeld an die Strecke Mannheim – Heidelberg der Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen anzuschließen. Die finanzielle Beteiligung an dem Projekt entsprach der jeweiligen Länge der Streckenabschnitten in den einzelnen Staaten: Frankfurt 6,9 km, Hessen 49,4 km und Baden 38,8 km. In der Direktion der Main-Neckar-Eisenbahn in Darmstadt waren alle drei Regierungen vertreten.

Bau

Der Bau der Strecke begann schon im Juni 1843 im Frankfurter Abschnitt. Dort oblag die Bauleitung dem städtischen Oberingenieur Remigius Eyssen. Im Frühjahr 1846 gab es planmäßige Probefahrten von Frankfurt nach Darmstadt. Der Fahrpreis betrug in der 1. Klasse 1 Gulden und 6 Kreuzer, in der 2. Klasse 48 Kreuzer, in der 3. Klasse 33 Kreuzer und in der 4. Klasse 21 Kreuzer. Der erste durchgehende Zug vom provisorischen, südlich des Mains gelegenen Bahnhof Frankfurt Mainspitze nach Heidelberg fuhr am 27. Juli 1846. Der fahrplanmäßige Verkehr begann am 1. August 1846.

Brücken

Bild:Ladenburg um 1900.jpg
Eisenbahnbrücke bei Ladenburg um 1900

Bis die Main-Neckar-Brücke (an der Stelle der heutigen Friedensbrücke) fertig gestellt und ab dem 15. November 1848 befahren werden konnte, wendeten die Züge im Bahnhof Mainspitze und fuhren zum alten Bahnhof Sachsenhausen weiter. Nach Fertigstellung der Main-Querung endete die Strecke im Main-Neckar-Bahnhof.

Auch die erste Brücke über den Neckar bei Ladenburg war ein hölzernes Provisorium, das erst 1848 durch eine Steinbogenbrücke ersetzt wurde.

Spurweiten

Da die Badische Hauptbahn zwischen Mannheim und Heidelberg in Breitspur von 1600 mm erbaut wurde, die Main-Neckar-Eisenbahn jedoch in Normalspur von 1435 mm, ergaben sich Besonderheiten: Von Friedrichsfeld nach Heidelberg wurde die Bahn mit einem zweiten Gleises auf der Trasse der Staatsbahn geführt. Von Friedrichsfeld nach Mannheim legte die badische Staatsbahnverwaltung auf eigene Rechnung ein zusätzliches normalspuriges Gleis.

Bahnhöfe

Bild:Heidelberg Station 1840.jpg
Ein Zug bei der Ausfahrt aus dem alten Heidelberger Bahnhof im Jahre 1840

Die Strecke begann im Main-Neckar-Bahnhof, einem der drei Frankfurter Westbahnhöfe. Er lag am (heutigen) Willy-Brandt-Platz im Winkel zwischen Münchner Straße und Gallusanlage, südlich des Bahnhofs der Taunus-Eisenbahn. Dieser (1888), ebenso wie die Bahnhöfe in Darmstadt (1910/12) und Heidelberg (1960) mussten später weichen, weil sie für den sich sprunghaft entwickelnden Eisenbahnverkehr zu klein wurden und sich unter diesen Umständen auch als betriebliche Hindernisse darstellten. Die architektonische Qualität der Empfangsgebäude war hoch. Die in Bensheim und Heppenheim erhaltenen sollen sogar von Georg Moller entworfen worden sein.

Betrieb

Bild:MainNeckarBahn.png
Fahrplan von 1847

Die Erstausstattung der Bahn bestand aus 18 Lokomotiven und 252 Wagen. Die zwölf von Hessen gekauften Lokomotiven wurden von der Lokomotivfabrik Sharp in Manchester (England) geliefert, die sechs von Baden und Frankfurt beschafften Loks kamen von Kesslers Maschinenfabrik in Karlsruhe. Alle Maschinen hatten die Achsfolge 1A1.

Die Beförderung von Personen und Gütern wurde erst ab 1848 in getrennten Zügen durchgeführt. In den ersten 15 Betriebsjahren steigerte sich das Frachtaufkommen um das dreißigfache, die Zahl der beförderten Personen um 50 %.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Die Main-Neckar-Eisenbahn brachte Arbeit und Brot für die Menschen an der Bergstraße und im westlichen Odenwald. Darmstadt, Mannheim und Frankfurt wurden erreichbar. Eine Arbeit bei der Bahn zu bekommen, war allerdings nicht so einfach, der Andrang war groß und die Bahn konnte auswählen. Nur Männer mit tadellosem Leumund und einwandfreier Gesundheit konnten nach gründlicher Prüfung und Hinterlegung einer beträchtlichen Kaution die begehrte Uniform des Eisenbahners anziehen. Wer beispielsweise seine Gesundheit beim Bau der Bahn ruiniert hatte, hatte keine Chance.

Ausbau der Main-Neckar-Bahn

In den folgenden Jahren wurde die Strecke ständig ausgebaut, modernisiert und dem steigenden Verkehrsaufkommen und den sich verändernden Bedürfnissen der Fahrgäste angepasst.

  • 1852 wurden die ersten Zeigertelegraphen eingeführt und der Anschluss an die Main-Weser-Bahn hergestellt, was der Main-Neckar Bahn als wichtige Nord-Süd-Achse weitere Bedeutung verlieh.
  • 1853 wurde die 4. Wagenklasse (nur Stehplätze) wieder abgeschafft.
  • 1855, Umspurung der Badischen Staatsbahn auf Normalspur; durchgehende Kurswagen von Frankfurt nach Kehl; Verbindung bis Basel.
  • 1860 bekamen die Wagen der 3. Wagenklasse verglaste Fenster.
  • 1861 wurde der zweigleisige Betrieb aufgenommen, 1862 die gesamte Strecke zweigleisig befahrbar.
  • 1866, nach der Annexion der Freien Stadt Frankfurt am Main durch Preußen, übernahm der preußische Staat den Frankfurter Anteil an der Bahn.
  • 1873 wurde die Strecke mit elektrischen Läutewerken ausgerüstet.
  • 1875 wurde Dampfheizung eingeführt.
  • 1877 verkehrten die ersten Schlafwagen von Frankfurt nach Basel.
  • 1878 wurden die ersten Morsetelegraphen aufgestellt.
  • 1880 wurde am 1. Juni eine direkte Verbindung von Mannheim-Friedrichsfeld nach Schwetzingen in Betrieb genommen.
  • 1882 war die viergleisige Main-Neckar-Brücke in Frankfurt in Stahlfachwerk-Bauweise, gut 1000 m westlich der ersten Main-Neckar-Brücke, betriebsbereit. Die neue Brücke wurde notwendig, um die Main-Neckar-Eisenbahn in den neuen Frankfurter Hauptbahnhof einzuleiten. Dazu wurde die Bahn auf einer neuen Trasse, ausgehend vom Bahnhof Louisa, in einer S-Kurve auf einen Damm aufsteigend zur neuen Brücke verlegt. Im gleichen Jahr wurde die Verbindung durch den Gotthard eröffnet, was der Main-Neckar Bahn als wichtige Nord-Süd-Achse weitere Bedeutung verlieh.
  • 1888, nach Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofs, kaufte die Stadt Frankfurt die jetzt nicht mehr benutzte alte Main-Neckar-Brücke und baute sie zur Straßenbrücke um. Der Bahnhof Mainspitze hatte keine Funktion mehr und wurde aufgelassen.
  • Ab 1888 wurde rechts gefahren.
  • 1889 wurde die Westinghouse-Luftdruckbremse eingeführt.
  • 1896 gingen die dem preußischen und dem hessischen Staat gehörenden Anteile auf die neu gegründete Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft über.
  • 1902 wurde die gemeinsame Direktion durch einen Staatsvertrag über die Vereinfachung der Eisenbahnverwaltung zwischen Preußen, Hessen und Baden aufgelöst. Der auf badischem Gebiet liegende Streckenteil kam zur Badischen Staatsbahn, der Streckenteil auf hessischem Gebiet kam zur Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion Mainz. Damit endete die Geschichte der Main-Neckar-Eisenbahn als eigenständigem Unternehmen.

In den Händen der Rechtsnachfolger

  • 1912 wurde der Hauptbahnhof Darmstadt anstelle der alten und völlig überlasteten Bahnhöfe der Main-Neckar-Bahn und der Hessischen Ludwigsbahn eröffnet. Architekt war Friedrich Pützer.
  • 1927 wurde die Main-Neckar-Brücke in Frankfurt durch eine neue, tragfähigere Stahlfachwerkbrücke ersetzt. Das geschah unter Betrieb mit nur geringfügigen Einschränkungen des Bahn- und Schiffsverkehrs.
  • 1945 wurde in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs die Main-Neckar-Brücke gesprengt.
  • 1946, ab 23. November dampften wieder Züge über die reparierte Brücke.
  • 1956 wurde das erste Teilstück der Bahn von Heidelberg nach Mannheim-Friedrichsfeld elektrifiziert und ging am 3. Juni in Betrieb. Am 1. Oktober 1957 konnte auf dem Abschnitt von Mannheim-Friedrichsfeld über Weinheim nach Darmstadt Hbf der elektrische Zugbetrieb aufgenommen werden. Am 19. November des selben Jahres folgte der Abschnitt nach Frankfurt (Main) Hbf.

Aktuelle Situation

Betriebliche Situation

Heute teilt sich die Main-Neckar-Bahn die Last des Nord-Süd Verkehrs mit der Riedbahn, die weiter westlich in der Rheinebene von Frankfurt (Goldstein), unter Umgehung von Darmstadt, über Groß-Gerau nach Mannheim und Worms führt. Im Abschnitt zwischen Darmstadt und Mannheim/Heidelberg ist die Main-Neckar-Bahn an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt: 250 Züge täglich passieren die Strecke in jeder Richtung. Zwischen Frankfurt und Darmstadt dient die dort viergleisige Strecke auch der S-Bahn Rhein-Main. Entlastung soll die geplante ICE-Trasse Frankfurt-Flughafen - Mannheim bringen, die einen Teil des Schnell- und Fernverkehrs übernehmen wird. Deren Bau ist momentan aber nicht abzusehen.

Die mehrmals erwähnte Main-Neckar-Eisenbahnbrücke über den Main in Frankfurt ist ein wichtiges Teilstück im Nord-Süd Verkehr, insbesondere im Güterverkehr von den Nordseehäfen nach Süddeutschland und in die Schweiz. Zusammen mit der Kinzigtalbahn und der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn, die sie ebenfalls bedient, verkehren 600 Züge täglich über die Brücke.

Nahverkehr

Die DB setzt zum Teil alte Wagen („Silberlinge“), immer häufiger aber auch moderne Doppelstockwagen ein. Im Bereich des VU Rhein-Neckar ist auf den Verstärkerzügen nach Bensheim ausschließlich der ET 425 zu finden.

Regionalexpresszüge halten nur in Frankfurt, Langen, Darmstadt, Bickenbach, Bensheim, Heppenheim, Hemsbach, Weinheim und Ladenburg. Seit Dezember 2006 halten die RE nur noch vereinzelt in Mannheim-Friedrichsfeld wo diese Züge auch in Richtung Mannheim Hbf ausfädeln.

Verstärkungszüge verkehren zwischen Bensheim und Friedrichsfeld und fädeln sich dort zum Mannheimer Hauptbahnhof aus.

Regionalbahnen halten zwischen Frankfurt und Darmstadt nur in Langen, anschließend an allen Bahnhöfen und Haltepunkten. Die Stationen in Lützelsachsen sowie Großsachsen-Heddesheim werden nur alle 2 Stunden bedient.

Die weiteren Bahnhöfe zwischen Frankfurt und Darmstadt werden über die vom Südbahnhof sich einfädelnden S-Bahn-Linien S3 und S4 bedient. Zwischen 5:00 und 0:00 Uhr verkehren die Züge stündlich, in den Stoßzeiten alle 30 Minuten. Die Züge treffen sich jeweils zur Knotenminute 30 im Darmstädter Hauptbahnhof.

Linienübersicht

  • S3
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Bad Soden – Frankfurt Hbf – Citytunnel – Südbahnhof – Langen – Darmstadt
  • S4
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Kronberg – Frankfurt Hbf – Citytunnel – Südbahnhof – Langen
  • RE60
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Frankfurt – Darmstadt – Bensheim – Weinheim – Mannheim (RegionalExpress)
  • SE60
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Frankfurt – Darmstadt – Bensheim – Weinheim – Heidelberg (RegionalBahn)
  • RB60
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Bensheim – Weinheim – Mannheim (RegionalBahn)

Literatur

  • Eisenbahnatlas Deutschland – Ausgabe 2005/2006, Vlg. Schweers + Wall, o.O. 2005, ISBN 3-89494-134-0
  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Eisenbahn in Hessen. Eisenbahnenbauten- und strecken 1839 - 1939, 1. Auflage. Theiss Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1917-6, Bd. 2.1, S. 50ff (Strecke 002).
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