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Magnus Freiherr von Braun
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Magnus Freiherr von Braun (* 8. Februar 1878 auf Gut Neucken, Landkreis Preußisch Eylau; † 30. August 1972 in Oberaudorf) war ein deutscher Jurist und Politiker (DNVP).
Inhaltsverzeichnis |
Familie
Braun heiratete am 12. Juli 1910 auf Gut Crenzow (Landkreis Greifswald, Vorpommern) Emmy von Quistorp (1886-1959), die Tochter des Gutsbesitzers und preußischen Politikers Wernher von Quistorp (1856-1908) und der Marie von Below (1861-1903). Seine Söhne waren Siegmund von Braun (Diplomat). Wernher von Braun (Raketenforscher und Konstrukteur der V2, der Saturn und des Apollo-Programms) und Magnus v. Braun (Manager bei Chrysler).
Leben und Beruf
Nach dem Abitur studierte Braun Rechts- und Staatswissenschaften in Göttingen und Königsberg. In dieser Zeit schloss er sich dem Corps Saxonia Göttingen an. Er beendete sein Studium 1902 mit dem ersten und 1905 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen, trat anschließend in den preußischen Staatsdienst ein und war zunächst im Ministerium für Handel und Gewerbe tätig. 1915 wurde er ins Reichsamt des Innern versetzt, dort 1917 zum Ministerialdirektor befördert und 1918 zum Leiter der politischen Abteilung der Militärverwaltung in Wilna ernannt.
Während der Zeit der Weimarer Republik war Braun in landwirtschaftlichen Verbänden aktiv. Er war seit 1920 als Direktor der Raiffeisengenossenschaften für Brandenburg, Schleswig-Holstein und die Grenzmark Posen-Westpreußen zuständig. 1930 wurde er Vizepräsident des Reichsverbands der Landwirtschaftlichen Genossenschaften.
1947 folgte er seinem Sohn Wernher von Braun in die Vereinigten Staaten, kehrte 1952 aber wieder nach Deutschland zurück und lebte danach in Landshut. Später zog nach Oberaudorf am Inn, wo er 1972 verstarb.
Partei
Braun war Mitglied der DNVP.
Öffentliche Ämter
Braun war seit 1910 Landrat im Kreis Wirsitz und wurde später Regierungspräsident in Gumbinnen. Er wurde am 1. Juni 1932 als Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft sowie als Reichskommissar für die Osthilfe in die von Reichskanzler Franz von Papen geführte Regierung berufen und blieb auch in der von Reichskanzler Kurt von Schleicher geleiteten Folgeregierung im Amt. Am 28. Januar 1933 trat er mit dem gesamten Kabinett Schleicher von seinen Ämtern zurück. Weiterhin war er von Oktober 1932 bis Februar 1933 Reichskommissar für Landwirtschaft des Landes Preußen.
Literatur
- Magnus Freiherr von Braun, Von Ostpreußen bis Texas. Erlebnisse und zeitgeschichtliche Betrachtungen eines Ostdeutschen. Stollhamm 1955. Ab der dritten, überarbeiteten Auflage unter dem Titel: Weg durch vier Zeitepochen. Vom ostpreußischen Gutsleben der Väter bis zur Weltraumforschung des Sohnes in Amerika. Limburg, 1965.
Weblinks
Weimarer Republik: Robert Schmidt | Andreas Hermes | Anton Fehr | Karl Müller | Hans Luther | Gerhard Graf von Kanitz | Heinrich Haslinde | Martin Schiele | Hermann Dietrich | Martin Schiele | Magnus Freiherr von Braun
Zeit des Nationalsozialismus: Alfred Hugenberg | Richard Walther Darré | Herbert Backe
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Braun, Magnus Freiherr von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und Politiker (DNVP), Reichsminister, Vater von Wernher von Braun (Raketenforscher und Konstrukteur der V2) und Siegmund von Braun (Diplomat) |
| GEBURTSDATUM | 8. Februar 1878 |
| GEBURTSORT | Gut Neucken, Landkreis Preußisch Eylau |
| STERBEDATUM | 30. August 1972 |
| STERBEORT | Oberaudorf |
