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Magnetischer Fluss

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Physikalische Größe
Name Magnetischer Fluss
Formelzeichen der Größe Φ
Größen- und
Einheitensystem
Einheit Dimension
SI
Weber (Wb)
M·L2/(I·T2)
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Magnetischer_Fluss, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Der Magnetische Fluss (Formelzeichen: Φ) ist in einem magnetischen Feld H ein Verhältnis zwischen der magnetischen Spannung Um und dem als Raumeigenschaft bzw. Materialeigenschaft im betrachteten Flussbereich vorhandenen magnetischer Widerstand Rm:

\Phi = \frac{U_m}{R_m}

Herrscht beispielsweise im einfachsten linearen, homogenen Fall zwischen den mit den Abstand d zueinander befindlichen Polschuhen eines Magneten die magnetische Feldstärke H, so herrscht entlang der Strecke d die magnetische Spannung:

U_m = H \cdot d

Durch diese magnetische Spannung bildet sich zwischen den Polschuhen der magnetische Fluss aus. Je nach dem magnetischen Widerstand des zwischen den Polschuhen befindlichen Materials (bzw. des leeres Raumes) stellt sich eine bestimmte Größe des magnetischen Flusses ein. Der magnetische Widerstand ist dabei an die magnetische Leitfähigkeit als Stoff- bzw. Naturkonstante gebunden, so wie ein ohmscher Widerstand an die Stoffkonstante der elektrischen Leitfähigkeit des Widerstandmaterials gebunden ist.

Im Regelfall arbeitet man in der Feldtheorie nicht direkt mit dem magnetischen Fluss sondern mit der damit verknüpften magnetischen Flussdichte. Der Grund liegt darin, dass man einen Fluss nur einer bestimmten Fläche im Raum zuordnen kann, nicht aber diskreten Feldpunkten - es existiert keine Funktion Φ(x,y,z) wenn x,y,z Ortskoordinaten bezeichnen. Zeichnerisch wird daher der magnetische Fluss als eine Art "Röhre" (Flussröhre) dargestellt. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, wird daher meist mit der vektoriellen Größe der magnetischen Flussdichte gearbeitet. Umgekehrt lässt sich so der magnetische Fluss durch eine Fläche A aus der magnetischen Flussdichte B ableiten als:

\Phi= \int\limits_{A}\vec B \cdot \mathrm{d} \vec {A}, bei konstanter magnetischer Feldstärke und veränderlicher Fläche
\Phi= \int\limits_{A}{d}\vec B \cdot \mathrm{d} \vec {A}, bei veränderter magnetischer Feldstärke und konstanter Fläche

Besondere Fälle


\Phi=\vec B \cdot \vec A
  • Da das magnetische Feld quellenfrei ist (magnetische Monopole sind nur hypothetische Teilchen) sind die magnetischen Flussdichtelinien immer in sich geschlossen. Dies wird in den Maxwell-Gleichungen ausgedrückt durch:
\nabla\cdot\vec{B}=0

Daher ist der magnetische Fluss durch eine geschlossene Oberfläche eines Raumsegmentes immer Null, da nach dem Integralsatz von Gauß gilt:

\Phi=\oint \limits_{\partial V}\vec{B}\cdot\mathrm{d}\vec{A}=\int \limits_V\nabla\cdot\vec{B}=0

Maßeinheit

Die Maßeinheit des magnetischen Flusses im SI-Einheitensystem ist Weber, das Einheitenzeichen Wb:

[\Phi]=\mathrm{T \cdot m^2} = \mathrm{Vs} = \mathrm{Wb}

Quantentheorie

Bei der Betrachtung von Quantenphänomenen (z. B. Aharonov-Bohm-Effekt, Quanten-Hall-Effekt) ist das magnetische Flussquantum Φ0 = h / (2e) (Quotient aus dem planckschem Wirkungsquantum und der Elementarladung) eine zweckmäßige Einheit.

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