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Magister officiorum
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Das spätantike römische Amt des magister officiorum (lateinisch wörtlich: „Aufseher der Ämter“) ist erstmals unter Kaiser Konstantin I. nachweisbar, wurde aber vielleicht bereits von Diokletian eingerichtet.
Der magister officiorum war neben dem praefectus praetorio der einflussreichste zivile Beamte; ihm unterstanden unter anderem die agentes in rebus und das öffentliche Postwesen sowie eine Reihe von Hofbeamten. Ihm oblag die Aufsicht über die kaiserlichen Waffenfabriken, und zumindest in Ostrom unterstanden ihm seit dem 5. Jahrhundert auch die limitanei, die er als Zivilist allerdings nicht direkt kommandierte. Er führte zudem das Kommando über die Palastwache.
Im Laufe der Zeit übernahm das Amt zudem auch die Koordination der Außenpolitik (bereits im späten 4. Jahrhundert unterstanden dem magister officiorum aus diesem Grund auch die offiziellen Übersetzer und Dolmetscher); einer der bedeutendsten Inhaber des Amtes war Petrus Patricius, der es von 539 bis 565 bekleidete und in dieser Funktion mehrere diplomatische Missionen für Kaiser Justinian I. unternahm.
Literatur
- Manfred Clauss: Der magister officiorum in der Spätantike (4.-6. Jahrhundert), München 1980 (Vestigia, Bd. 32), ISBN 3-406-04802-1.
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