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Mörfelden-Walldorf

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Mörfelden-Walldorf.png
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Groß-Gerau
Koordinaten: Koordinaten: 50° 0′ N, 8° 35′ O50° 0′ N, 8° 35′ O
Höhe: 100 m ü. NN
Fläche: 44,16 km²
Einwohner: 33.440 (30. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte: 757 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64546
Vorwahl: 06105
Kfz-Kennzeichen: GG
Gemeindeschlüssel: 06 4 33 008
Adresse der
Stadtverwaltung:
Westendstraße 8
64546 Mörfelden-Walldorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Heinz Peter Becker

Mörfelden-Walldorf ist eine Stadt im Rhein-Main-Gebiet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Mörfelden-Walldorf liegt im Landkreis Groß-Gerau im Dreieck zwischen den südhessischen Großstädten Frankfurt am Main, Darmstadt und Wiesbaden in der Nähe des Frankfurter Flughafens. Östlich von Mörfelden, an der A 5, liegt mit dem Oberwaldberg (145 m), der aus einer ehemaligen Mülldeponie entstanden ist, der höchste Punkt im Kreis Groß-Gerau.

Nachbargemeinden und -kreise

Mörfelden-Walldorf grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main und die Stadt Neu-Isenburg (Landkreis Offenbach), im Osten an die Stadt Langen und die Gemeinde Egelsbach (beide Landkreis Offenbach), im Süden an die Gemeinde Erzhausen, die Stadt Weiterstadt (beide Landkreis Darmstadt-Dieburg) und die Gemeinde Büttelborn, sowie im Westen an die Stadt Groß-Gerau, die Gemeinde Nauheim und die Stadt Rüsselsheim.

Stadtgliederung

Mörfelden-Walldorf besteht aus den beiden Stadtteilen Mörfelden und Walldorf. Mit der Wüstung Guntheim gab es früher nordöstlich von Walldorf einen weiteren Ort.

Geschichte

Mörfelden wurde im „Lorscher Reichsurbar“ von 830 bis 850 unter der Bezeichnung „Mersenualt“ erstmals erwähnt. Die Kirche wurde schon 1304 als „Pfarrkirche mit Filial auf dem Gundhof“ aufgeführt. Während des Mittelalters gehörten die umliegenden Wälder zum Wildbann Dreieich, welcher in Mörfelden auch eine seiner 30 Wildhuben unterhielt. Im Jahre 1600 kam Mörfelden zu Hessen-Darmstadt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einer Arbeitersiedlung. Die Gemeinde wurde 1972 zur Stadt erhoben.

Walldorf wurde 1699 als „Waldenserkolonie am Gundhof“ gegründet, erhielt 1715 den Namen Walldorf und wurde 1962 zur Stadt erhoben.

Ca. 1935 bis 1944 bestand in Walldorf ein Konzentrationslager 1.700 jüdische Mädchen und Frauen wurden 1944 aus Ungarn verschleppt und mussten am Frankfurter Flughafen Ausbau- und Reparaturarbeiten an den Rollbahnen verrichten. Dieses Kapitel der Vergangenheit wurde vorerst vergessen und wurde erst 1972 von drei interessierten Jugendlichen wiederentdeckt. Inzwischen wurde auch dieses Thema im Film Rollbahn bearbeitet.

Die Stadt Mörfelden-Walldorf entstand am 1. Januar 1977 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Städte Mörfelden und Walldorf unter dem Druck eines Eingemeindungsbegehrens der Stadt Frankfurt am Main. Für ein Jahr hieß die Stadt danach Waldfelden.

Politik

Traditionell stark in Mörfelden-Walldorf sind von jeher die sogenannten Arbeiterparteien, vor 1933 waren die beiden damals selbstständigen Stadtteile Hochburgen der KPD. Lange Zeit konnte die NSDAP nicht in Mörfelden fußfassen.

Bei den Kommunalwahlen am 26. März 2006 blieb die SPD trotz deutlicher Verluste stärkste Partei. Wahlgewinner war vor allem die DKP, welche hier seit den 1970er Jahren im Gemeindeparlament vertreten ist.

Nachfolgend die Ergebnisse der Wahlen vom 26. März 2006

Partei Anteil 2006 Anteil 2001 Veränd. Sitze 2006 Sitze 2001 Veränd.
SPD 38,6% 43,7% -5,1% 18 20 -2
CDU 28,4% 26,8% +1,6% 13 12 +1
GRÜNE 16,3% 16,4% -0,1% 7 7 0
DKP/LL 11,6% 8,3% +3,3% 5 4 +1
FDP 5,0% 4,8% +0,2% 2 2 0

Bürgermeister ist der SPD-Politiker Heinz Peter Becker.

Sehenswürdigkeiten

  • Stadtteil Walldorf: Gundhof
  • Stadtteil Mörfelden: Dalles
  • Stadtteil Mörfelden: Wasserturm

Feste

  • Merfeller Kerb (St. Gallus-Tag)
  • Walldorfer Kerb
  • "Sounds of Fasching" (Rosenmontag mit der Band "Orange Box" www.orange-box.de)
  • Historienfest am Gundhof
  • Latwejefest
  • Jazzfest
  • Faschingsdisco "Rummel im Dschungel"
  • "Blues meets Karibik" (jährliches Konzert mit "Orange Box" und "Sabor Latino")
  • Altstadtfest (unregelmäßig)
  • „Rund um die Kersch“ (Kirche) (Fest der evangelischen Kirchengemeinde)
  • Vatertag im Dreiklang (Stadionfest der Sport und Kulturvereinigung SKV Mörfelden)
  • Grillfest am Dalles des Kegelclubs Olympia Mörfelden
  • Anglerfest Walldorf
  • Hüttenfest der Angler Mörfelden
  • Gickelfest Walldorf
  • Hinkelfest Mörfelden
  • Weinfest

Gottesdienste in der Hüttenkirche

Museen

  • Mörfelder Heimatmuseum
  • Walldorfer Heimatmuseum

Sport

Tischtennis

Der TTC Mörfelden gehörte in der Vergangenheit lange Zeit zu den führenden deutschen Tischtennisvereinen. In den 1950er Jahren wurde er viermal deutscher Meister: 1954/55, 1955/56, 1956/57 und 1959/60. Er gehörte auch zu den Gründungsvereinen der Tischtennis-Bundesliga, der er von 1966 bis 1969 und von 1971 bis 1981 angehörte. Zu den bekanntesten Spielern gehören Erich Arndt und Dieter Michalek.

Aikido

Die Aikido Abteilung der TGS-Walldorf wurde 1972 von Alfred Heymann gegründet.

Siehe auch:

Weblinks

Wikipedia
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