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Lydischer Modus

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Bild:Interval diagram lydian.svg

Lydisch ist einer der vier alten authentischen Modi oder Kirchentonarten. Da seine dritte Stufe eine große Terz zum Grundton bildet, hat er einen Dur-ähnlichen Charakter. In seiner Tonleiter liegt ein Halbton zwischen der vierten und fünften sowie der siebenten und achten Stufe, die anderen Intervalle sind Ganztonschritte. Auffallend ist die dissonante, zum Tritonus erhöhte Quarte. Dadurch besitzt die Skala einen klagenden Klang.

Die lydische Tonleiter entstand im antiken Griechenland, hieß dort jedoch zunächst hypolydisch oder auch hypermixolydisch, während als lydisch der spätere ionische Modus bezeichnet wurde. Erst im frühen Mittelalter kam es durch ein Missverständnis zur Verwechslung der Modi. Das Lydische wurde später in der christlichen Kirchenmusik des Mittelalters verwendet (z. B. in Marienliedern). Man trifft es heute noch gelegentlich im Jazz, aber auch z. B. bei Metallica oder der Simpsons-Titelmelodie. David Gilmour, Gitarrist von Pink Floyd, verwendet lydische Skalen in dem Instrumentalstück „Mihalis“ (vom Album „Gilmour“) sowie in der Einleitung zu „Cluster One“ vom Album „The Division Bell“.

Die Tonart F-Lydisch enthält die Stammtöne der westlichen Musik, denen auf Tasteninstrumenten die weißen Tasten entsprechen.

Hörbeispiel

Bild:Loudspeaker.svg    Tonleiter in C-Lydisch ?/i

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