Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Lutein

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Lutein (aus dem lat. luteus, „mit Reseda gefärbt“, „orangegelb“) ist ein gelb-oranges Xanthophyll und neben dem β-Carotin weitverbreitetstes Carotinoid.

Strukturformel
Bild:Lutein.png
Allgemeines
Name Lutein, Xanthophyll
Andere Namen (3R,3'R,6'R)-β,ε-Carotin-3,3'-diol,

4-[18-(4-Hydroxy-2,6,6-trimethyl-cyclohex-2-enyl)-3,7,12,16-tetramethyl-
octadeca-1,3,5,7,9,11,13,15,17-nonaenyl]-3,5,5-trimethyl-cyclohex-3-enol

Summenformel C40H56O2
CAS-Nummer 127-40-2
Kurzbeschreibung orange-gelbe Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 568,88 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte ? kg·m-3
Schmelzpunkt 182 °C
Siedepunkt ? °C
Dampfdruck ? Pa (- °C)
Löslichkeit Schwerlöslich in Wasser, löslich in Ethanol, Essigester, Chloroform
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze

R: ?
S: ?

MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Lutein ist ein in der Natur weit verbreitetes Xanthophyll und wird stets vom Zeaxanthin begleitet. Hohe Gehalte werden in dunklen Blattgemüsen (z. B. Grünkohl bis 0,25 mg/g Frischgewicht, Spinat bis 0,12 mg/g Frischgewicht) gefunden. Tagetes-Blütenblätter weisen Gehalte bis zu 8,5 mg/g Frischgewicht auf und werden zur industriellen Herstellung von Lutein herangezogen. In tierischen Organismen tritt Lutein z. B. als gelber Farbstoff im Eidotter auf. In der Macula des Auges kommen an Carotinoiden exklusiv nur Lutein und Zeaxanthin vor.

Gewinnung und Darstellung

Die Biosynthese des Lutein erfolgt aus dem α-Carotin durch Hydroxylierung beider Iononringe durch spezifische Hydroxylasen. Dazu wie auch zur Biosynthese des α-Carotins sind jedoch nur Pflanzen befähigt.

Industriell wird es durch Extraktion luteinhaltiger Pflanzenteile gewonnen, wobei man insbesondere auf Tagetes-Blütenblätter zurückgreift.

Eigenschaften

Lutein bildet orange-gelbe, oxidationsempfindliche Kristalle.

Verwendung

Lutein findet als Lebensmittelfarbstoff (E161b) sowie als Futtermittelzusatz insbesondere für Geflügel zur Gelbfärbung von Eidotter Verwendung. Es wird außerdem als Wirkstoff in Arzneimitteln zur Behandlung der Macula-Degeneration (AMD) eingesetzt; die Wirkungsweise ist jedoch unklar.

Biologische Bedeutung

Lutein ist Bestandteil der Lichtsammelkomplexe in Chloroplasten. Dort erhöht es die Energieausbeute und entfaltet eine protektive Wirkung. Es dient des Weiteren als Lockfarbe in Blütenblättern und Früchten.

Beim Menschen spielt Lutein (im Zusammenspiel mit Zeaxanthin) eine essenzielle Rolle beim Sehen.

Siehe auch Luteinisierendes Hormon, Corpus luteum

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Lutein, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge